Harry Kane wird beim FC Bayern längst nicht mehr nur als klassischer Mittelstürmer gesehen. Trainer Vincent Kompany zieht einen interessanten Vergleich.
Vor dem Bundesliga-Topspiel bei RB Leipzig hat Vincent Kompany die Rolle seines Star-Angreifers ausführlich erklärt – und dabei einen bemerkenswerten Vergleich gezogen.
Der Bayern-Trainer stellte klar, dass Kane in seinem System bewusst viele Freiheiten erhält. „Alle Spieler von uns haben viele Freiheiten auf ihrer Position. Harry darf sich frei bewegen, in der Box und dahinter“, erklärte Kompany auf der Pressekonferenz vor dem Leipzig-Spiel. Diese Rolle sei weniger eine starre taktische Vorgabe als vielmehr eine Anpassung an den jeweiligen Spielverlauf.
Kompany ging dabei sogar noch einen Schritt weiter und lobte ausdrücklich Kanes spielerische Qualitäten. „Er hat manchmal Pässe wie Toni Kroos und Kevin De Bruyne drin“, sagte der Belgier. Ein Vergleich, der unterstreicht, wie sehr Kane beim FC Bayern nicht nur als Torjäger, sondern auch als spielgestaltendes Element geschätzt wird.
Kompany über Kane: „Am Ende muss er immer im Strafraum sein“
Trotz aller Freiheiten machte Kompany jedoch unmissverständlich klar, dass Kanes Kernaufgabe unverändert bleibt. „Aber am Ende muss er immer im Strafraum sein. Wenn er da nicht ist, muss die Position ein anderer übernehmen“, betonte der 39-Jährige. Entscheidend sei das kollektive Verständnis innerhalb der Offensive. Die Verantwortung werde dann flexibel verteilt, abhängig davon, welche Räume Kane besetzt.

Dass Kane sich immer wieder ins Mittelfeld fallen lässt, Bälle verteilt und das Spiel lenkt, ist aus Sicht des Trainers kein Problem, sondern Teil des Plans. Kompany vertraut darauf, dass die Mannschaft die entstehenden Räume besetzt und Kane im entscheidenden Moment wieder dort auftaucht, wo er am gefährlichsten ist.
