Sacha Boey steht beim FC Bayern aktuell sinnbildlich für eine klare Botschaft von Vincent Kompany. Es geht nicht nur um Form, nicht nur um Verletzungen – sondern um Haltung, Disziplin und interne Regeln.
Im BILD-Podcast „Bayern Insider“ wurde detailliert aufgearbeitet, warum der Franzose zuletzt ins Hintertreffen geraten ist und welches Signal der Trainer damit gesetzt hat.
Der Ursprung der aktuellen Situation rund um Sacha Boey liegt nicht in den vergangenen Tagen, sondern reicht bereits mehrere Wochen zurück. Im Podcast schildert Tobi Altschäffl einen Vorfall aus dem Spiel bei Union Berlin am 8. November. Vincent Kompany hatte Boey für eine Einwechslung vorgesehen – doch der Rechtsverteidiger war nicht einsatzbereit.
Christian Falk erklärt die interne Regel des Trainers: „Be ready – Schuhe an, Schienbeinschoner an, getapet.“ Für Kompany ist diese Vorgabe nicht verhandelbar. Es gehe dabei nicht nur um Ordnung, sondern auch um Respekt gegenüber Mannschaft und Trainerstab. Boey jedoch war nicht vorbereitet, weshalb Kompany eine klare Entscheidung traf und ihn draußen ließ.
Das blieb nicht folgenlos. Altschäffl verrät von einem direkten Gespräch: „Es gab ein Donnerwetter – eins zu eins, typisch Kompany.“ Der Trainer verzichtete bewusst darauf, Boey vor der Mannschaft bloßzustellen, setzte aber im persönlichen Gespräch ein unmissverständliches Zeichen.
Krankheit, Form – und ein bewusst gesetztes Exempel

Hinzu kam in den Wochen danach eine Magen-Darm-Erkrankung, die Boey weiter außer Gefecht setzte. Doch im Podcast wurde klar: Die Krankheit ist nur ein Teil der Wahrheit. Falk betont, dass Kompany mit dem Verhalten des Spielers in der Phase davor nicht zufrieden gewesen sei. „Da hat er ihn wirklich auf den Pott gesetzt“, sagt der BILD-Fußballchef deutlich.
Gerade vor dem Hintergrund von Boeys sportlicher Situation wirkt der Fall besonders brisant. Die Leistungen des Franzosen hatten zuletzt nicht überzeugt, parallel signalisierte die sportliche Führung um Max Eberl, dass ein Verkauf im Winter nicht ausgeschlossen ist. In dieser Gemengelage setzte Kompany bewusst ein Zeichen. „Ein Exempel statuieren fällt leichter an einem Spieler, den du nicht für die Startelf brauchst“, erklärt Falk offen.
Wichtig ist dabei: Kompany gilt nicht als nachtragend. Altschäffl betont, dass der Trainer Boey wieder einsetzen würde, sollte er fit und bereit sein. Doch das Signal an die Mannschaft ist längst gesendet. Disziplin und Einsatzbereitschaft stehen über Namen – unabhängig vom Marktwert.
