Gnabry jubelt über Bayern-Wende: „Wir wussten, wir können das Spiel drehen“

Vjekoslav Keskic

Der FC Bayern hat zum Start in die Rückrunde ein echtes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einem eindrucksvollen 5:1-Auswärtssieg bei RB Leipzig drehte der Rekordmeister ein zunächst kompliziertes Topspiel und bestätigte eindrucksvoll seine Vormachtstellung in der Bundesliga. Einer der zentralen Figuren des Abends war Serge Gnabry. Der 30-Jährige erzielte nicht nur den wichtigen 1:1-Ausgleich, sondern schrieb zugleich Vereinsgeschichte.

Nach einem 0:1-Rückstand zur Pause präsentierten sich die Bayern in der zweiten Hälfte wie verwandelt. Gnabry war es, der mit seinem Treffer in der 50. Minute das Spiel kippte. Der Ausgleich gab den Münchnern sichtbar Sicherheit und läutete eine dominante Phase ein, in der Leipzig kaum noch Zugriff fand. Für Gnabry selbst hatte das Tor eine besondere Bedeutung: Es war sein 100. Pflichtspieltreffer für den FC Bayern.

Nach dem Spiel zeigte sich der Offensivspieler im Gespräch mit Sky entsprechend erleichtert. Vor allem die Reaktion der Mannschaft nach der Halbzeitpause stimmte ihn positiv. „Und am Ende des Tages in der Halbzeit wussten wir, okay wir können das Spiel noch drehen“, erklärte Gnabry. Genau mit dieser Überzeugung sei das Team in die zweiten 45 Minuten gegangen. „Und so sind wir in die zweite Halbzeit rein und wurden belohnt.“

Kontrolle statt Hektik

Leipzig vs. Bayern
Foto: Getty Images

Gnabry hob besonders die mannschaftliche Geschlossenheit hervor, mit der die Bayern das Spiel nach der Pause kontrollierten. „In der zweiten Halbzeit haben wir die Tore gemacht und keins bekommen. Haben es hinten super verteidigt, die Jungs haben alles sehr verteidigt“, sagte er. Leipzig habe zwar versucht, Druck auszuüben, doch wirklich ausgespielt worden seien die Münchner nicht.

Der Unterschied zur ersten Hälfte lag aus seiner Sicht vor allem in der Sauberkeit im Spiel. „Wir haben das Spiel kontrolliert, waren sauberer“, lautete seine nüchterne Analyse. Genau diese Ruhe im Ballbesitz und die klare Struktur machten letztlich den Unterschied aus.

Pressing als Schlüssel zum Tor

Auch zu seinem persönlichen Erfolgsmoment äußerte sich Gnabry sachlich. Der Treffer zum 1:1 fiel nach starkem Pressing. „Kein Problem, super Pressing von Upa. Ich stehe in einer guten Position, habe dann das Glück, dass ich frei vorm Tor stehe und ihn reinmache“, erklärte er.

Dass dieser Treffer den Knoten löste, war auf dem Platz deutlich zu spüren. Die Bayern erhöhten anschließend das Tempo, agierten zielstrebig und entschieden das Topspiel letztlich klar zu ihren Gunsten.

Ein weiterer emotionaler Moment des Abends war die Einwechslung von Jamal Musiala, für den Gnabry in der Schlussphase Platz machte. Der Nationalspieler hatte nach langer Verletzungspause sein Comeback gefeiert. „Sehr schön, dass Jamal wieder zurück ist, nach so einer langen Zeit“, sagte Gnabry. Der Fokus liege nun darauf, dass Musiala wieder in seinen Rhythmus finde. „Wir hoffen auf gute Spiele von ihm und schön, dass er wieder da ist.“

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