In der Innenverteidigung steht der FC Bayern vor richtungsweisenden Entscheidungen – allerdings ohne den ganz großen Umbruch. Im Gegenteil: Die Münchner setzen auch hier auf Kontinuität, interne Lösungen und klare Hierarchien.
Im BILD-Podcast „Bayern Insider“ wird deutlich, wie Max Eberl und Christoph Freund die Abwehr für den Sommer 2026 planen.
Die wichtigste Personalie in der Innenverteidigung ist aus Bayern-Sicht klar definiert: Dayot Upamecano. Eine Vertragsverlängerung des Franzosen gilt intern als sogenannter „Königstransfer“. Christian Falk macht im Podcast deutlich, dass eine Einigung auf der Zielgeraden sei und enorme Auswirkungen auf die gesamte Kaderplanung hätte. „Der Königstransfer wäre ja der Upa – ein interner Transfer“, so Falk.
Gemeinsam mit Jonathan Tah soll Upamecano das neue Abwehrzentrum bilden. Tah hat sich in kürzester Zeit als Co-Abwehrchef etabliert und intern viel Kredit aufgebaut. Für die Bayern-Bosse ist diese Achse ein klares Argument gegen einen großen externen Neuzugang. Die Überlegung dahinter ist logisch: Wer zwei gesetzte Innenverteidiger auf Top-Niveau hat, muss den Markt nicht aktiv treiben.
Kim als Backup – und warum Alternativen aktuell keine Priorität haben

Auch Minjae Kim spielt in den Überlegungen der Verantwortlichen weiterhin eine wichtige Rolle. Nach durchwachsenen Phasen zeigte der Südkoreaner zuletzt wieder seine Qualitäten. Falk lobt ihn vor allem für seinen starken Auftritt beim 3:1-Erfolg in Köln: „Das ist der Minjae, den wir uns eigentlich immer gewünscht haben.“ Kim selbst sieht aktuell keinen Grund für einen Abschied, zumal er seinen Körper erst wieder vollständig stabilisieren will.
Gerüchte um einen Wechsel, etwa zur AC Milan, wurden im Podcast klar relativiert. „Milan ist im Moment nicht heiß“, stellt Tobi Altschäffl unmissverständlich klar. Kim wird intern als klare Nummer drei eingeplant – eine Rolle, die sportlich wie strukturell Sinn ergibt.
Externe Alternativen wie Nico Schlotterbeck bleiben zwar grundsätzlich auf der Liste, werden aber nur dann relevant, falls eine der zentralen Säulen wegbricht. Altschäffl erklärt, dass Bayern zwar im Austausch mit dem Berater sei, ein Transfer jedoch nur im Ausnahmefall realistisch werde. „Wenn du Upa hast und Tah, dann wirst du dir keinen weiteren Spieler dieser Kategorie leisten“, lautet die klare Einschätzung.
