Mit Ruben Kasper hat der FC Bayern einen neuen Vorstand seit Anfang des Jahres. Der erfahrene Marketing-Experte wechselte vom Ligakonkurrenten aus Stuttgart nach München. Nun wurde bekannt, welche internen Signale damit gesendet werden.
Als Ruben Kasper offiziell beim FC Bayern vorgestellt wurde, blieb der Auftritt nicht ohne Wirkung. Im „Bayern Insider“-Podcast schildert Tobi Altschäffl, wie bewusst dieser Einstieg wahrgenommen wurde. Die Vorstellung fand im Casino der Kantine statt, „die war angeblich prall gefüllt“, berichtet Altschäffl. Vorstand, Mitarbeitende, Führungskräfte – alle waren eingeladen.
Christian Falk macht deutlich, dass es nicht nur um Formalitäten ging. Kasper habe gezielt Nähe gesucht, sei „allein durch die Gänge gegangen, hat Hände geschüttelt“, wie Falk erklärt. Ein Signal, das intern positiv aufgenommen wurde. Der neue Vorstand kam nicht distanziert oder strategisch kühl daher, sondern betonte Verbundenheit und Präsenz – ein bewusster Kontrast zur Vergangenheit.
Besonders aufmerksam registriert wurde jedoch der inhaltliche Ton der Reden. Herbert Hainer und Kasper selbst hätten mehrfach den Teamgedanken betont. Altschäffl fasst es so zusammen: „Jetzt wollen wir wieder ein Team sein.“ Ein Satz, der nach innen deutlich mehr transportierte als nach außen.
Subtile Spitze – und ein klarer Richtungswechsel

Falk und Altschäffl sind sich einig, dass diese Wortwahl intern sehr klar interpretiert wurde. „Das wurde unter den Angestellten ganz klar so verstanden“, so Falk und deutet an, dass die Botschaft nicht zufällig gewählt war. Hintergrund sind bekannte Spannungen im bisherigen Vorstand, insbesondere zwischen einzelnen Führungspersonen.
Altschäffl spricht offen an, dass es zuletzt „nicht immer so ganz funktioniert hat“ und die Betonung von Teamarbeit durchaus als Spitze gegen die Vergangenheit verstanden werden könne. Ohne Namen zu nennen, sei die Botschaft dennoch eindeutig angekommen. Falk ergänzt trocken: „Intern darf man ehrlich sein – nach außen dringt ja nichts.“
Mit Kasper verbindet sich damit nicht nur ein personeller Wechsel, sondern ein stilistischer. Mehr Miteinander, weniger Reibung, klarere Kommunikation. Gerade in einer Phase, in der sportlich vieles läuft und strategisch wichtige Entscheidungen anstehen, ist dieses Signal nicht zu unterschätzen.
