Die Personalie Sportvorstand bleibt beim FC Bayern ein zentrales Thema. Max Eberl steht seit Monaten im Fokus interner Überlegungen. Nun hat sich der 52-Jährige selbst zu seiner Zukunft in München geäußert.
Der Sportvorstand des FC Bayern hat aktuell einen Vertrag bis Sommer 2027, dennoch beschäftigt sich der Klub mit der langfristigen Perspektive. Im Gespräch mit der Sport BILD machte Max Eberl deutlich, dass er die Entscheidung nicht selbst beeinflusst: „Es ist die Entscheidung des Aufsichtsrats. Ich habe damit nichts zu tun.“
Sein Fokus liege ausschließlich auf der täglichen Arbeit beim Rekordmeister: „Ich kann nur meinen Job machen und das tun, was den FC Bayern in den kommenden Monaten und Jahren erfolgreich macht.“ Gleichzeitig betonte Eberl auch die wirtschaftliche Verantwortung: „Gleichzeitig müssen wir das Festgeldkonto im Blick behalten.“ Für den Fall einer positiven Entwicklung fügte er hinzu: „Wenn alles gut läuft, würde ich mich freuen, wenn sich der Aufsichtsrat bei mir meldet.“
Zuletzt wurde berichtet, dass sich die Position des Sportvorstands vereinsintern deutlich gefestigt hat. Ausschlaggebend dafür sollen vor allem die langfristigen Kaderplanungen sein. Nach Informationen der Sport BILD sind die sportlichen Weichenstellungen für den Sommer 2026 bereits weitgehend vorbereitet – ein Punkt, der insbesondere beim Aufsichtsrat positiv bewertet wird. Dort wurde zuletzt immer wieder gefordert, Transferentscheidungen früher, strukturierter und ohne Zeitdruck zu treffen.
Vorzeitige Vertragsverlängerung möglich

Die fortgeschrittenen Planungen gelten als wichtiges Signal in Richtung Führungsgremium. Demnach soll der Aufsichtsrat des FC Bayern spätestens bis zum Jahresende eine Grundsatzentscheidung über die Zukunft Eberls treffen. Sein aktueller Vertrag läuft zwar noch bis Juni 2027, dennoch wird intern über eine vorzeitige Verlängerung gesprochen. Besonders Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte wiederholt betont, wie wichtig vorausschauendes Handeln auf dem Transfermarkt sei.
Seit seinem Amtsantritt am 1. März 2024 hat Eberl mehrere zentrale Weichen gestellt, aber auch viel Kritik einstecken müssen. Eine der ersten und wichtigsten Entscheidungen war die Verpflichtung von Cheftrainer Vincent Kompany. Die Wahl des Belgier wurde zunächst kritisch begleitet, entwickelte sich sportlich aber äußerst überzeugend. Auch Transfers wie Michael Olise oder Luis Díaz fallen in den Verantwortungsbereich des Sportvorstands und prägen die aktuelle Kaderstruktur.
Die Gesamtbilanz der vergangenen Monate sorgt dafür, dass sich die Zeichen an der Säbener Straße derzeit nicht mehr gegen Eberl richten. Die Entscheidung liegt nun beim Aufsichtsrat des FC Bayern München.
