Die Zukunft von Manuel Neuer bleibt beim FC Bayern München ein zentrales Thema. Am Samstagabend rückte Sportvorstand Max Eberl mit einer Antwort ins Rampenlicht, die für Heiterkeit sorgte. Auslöser war eine direkte Nachfrage zur Vertragsfrage des Kapitäns.
Sky-Experte Lothar Matthäus hatte vor dem 5:1-Auswärtssieg der Bayern bei RB Leipzig von den Auftritten der Münchner in der laufenden Saison geschwärmt und den Ball an Eberl weitergespielt: „Jetzt muss nur noch mit Manuel Neuer verlängert werden.“ Bevor der Sportvorstand reagieren konnte, meldete sich Moderator Sebastian Hellmann zu Wort – mit der Bitte um eine klare Antwort mit einem „Ja“ oder „Nein“ ohne Ausflüchte.
Eberl ließ sich darauf nicht ein. Stattdessen verwies er augenzwinkernd auf Erfahrungen aus der Vergangenheit: „Ich bin ja für dieses Interview gebrieft worden. Da war eine Zeile: ‚Hast du gelernt aus Thomas Müller?‘ Dann wisst ihr ja, was jetzt kommt.“

Erinnerungen an Müller noch präsent
Der Hintergrund ist bekannt. Eberl hatte im Januar 2025 öffentlich eine Vertragsverlängerung mit Thomas Müller in Aussicht gestellt. Wenige Wochen später kassierte Ehrenpräsident Uli Hoeneß diesen Vorstoß bei der Premiere der Müller-Dokumentation wieder ein und stellte klar, dass es keine Verlängerung geben werde.
Müller verließ den Rekordmeister schließlich im Sommer und schlug ein neues Kapitel in der MLS auf. Eberl räumte später ein, dass er damals „einen Fehler gemacht“ habe. Genau eine solche Situation wollte der 52-Jährige nun vermeiden und blieb bei Neuer bewusst vage.
Entsprechend zurückhaltend fiel seine Einordnung aus: „Wir werden in Ruhe abwarten. Der Manu soll erstmal 40 werden. Darüber gut drüber rutschen. Dann schauen wir mal, was passiert.“ Der Vertrag des Torhüters läuft im Sommer 2026 aus.
Neuer selbst hatte im Dezember betont, dass die körperliche Verfassung entscheidend sei: „Es geht wirklich dann auch um den Moment, um zu sagen, okay, wie geht es meinem Körper? Was macht die Gesundheit? Macht es Sinn, weiterzumachen? Und diese Entscheidung, die muss ich noch ein bisschen herauszögern.“ Eine Entscheidung stellte der 39-Jährige „Richtung Ende März, April“ in Aussicht.
Nach dem Spiel in Leipzig wurde Neuer erneut auf seine Zukunft angesprochen. Auf die Frage, ob er nach einer starken Parade gegen Diomande im Sommer überhaupt zurücktreten könne, antwortete der Torhüter: „Wir werden sehen. Das kann ich jetzt noch nicht beantworten. Aber es war natürlich wichtig.“
