Großer Erfolg für Nicolas Jackson vom FC Bayern. Der Stürmer gewinnt mit Senegal den Afrika-Cup.
Stürmer Nicolas Jackson vom FC Bayern hat mit der senegalesichen Nationalmannschaft den Afrika-Cup in Marokko gewonnen.
Im Finale in Rabat gegen den Gastgeber setzte sich Senegal mit 1:0 nach Verlängerung durch. Das entscheidene Tor erzielte Pape Gueye in der 4. Minute der Verlängerung mit einem wunderschönen Distanzschuss in den Winkel.
Jackson, der vom FC Chelsea an den Rekordmeister verliehen ist, stand im Finale in der Startelf. Der 24-Jährige wurde aber vor Beginn der Verlängerung ausgewechselt. Im senegalesischen Gewinnerteam spielte auch Ex-Bayern-Star Sadio Mané.
Chaotisches Finale im Afrika-Cup
In der Schlussphase des Finales herrschte pures Chaos. Beim Stand von 0:0 riss Senegals El Hadji Malick Diouf Marokkos Brahim Diaz in der Nachspielzeit bei einem Eckball im Strafraum zu Boden.
Schiedsrichter Jean-Jacques Ndala Ngambo ließ die Szene zunächst weiterlaufen (90.+5), wurde jedoch rund eine Minute später vom VAR an den Monitor gebeten, um sich die Aktion noch einmal anzusehen.
Nach Ansicht der Bilder entschied der kongolesische Unparteiische unter heftigem Protest auf Strafstoß für Marokko (90.+8).
Die Empörung auf senegalesischer Seite war enorm. Trainer Pape Thiaw und seine Spieler konnten die Entscheidung nicht nachvollziehen, zumal der Referee kurz zuvor einen Treffer des Senegals durch Moussa Niakhaté wegen eines vermeintlichen Foulspiels aberkannt hatte.
Brahim Diaz wird zur tragischen Figur
Das leichte Ziehen von Diouf an der Schulter von Brahim Diaz reichte aus Sicht der Senegalesen keinesfalls für einen Elfmeter.
Die Situation eskalierte weiter: Thiaw beorderte seine Mannschaft geschlossen vom Platz. Unter Protest verschwanden die senegalesischen Spieler in den Katakomben. Nur Mané blieb auf dem Feld zurück und versuchte lange vergeblich, seine Mitspieler zum Weiterspielen zu bewegen.

Erst mehr als 15 Minuten später kehrte der Senegal auf den Rasen zurück. Mit unglaublicher Verzögerung trat Marokkos Starspieler Brahim Díaz schließlich zum Strafstoß an – doch der Star von Real Madrid scheiterte kläglich mit einem Panenka-Versuch (90.+24) und lupfte Senegal-Keeper Edouard Mendy in die Arme.
Anschließend ging die Partie in die Verlängerung, in der Pape Gueye Senegal schließlich mit dem entscheidenden Treffer in Führung brachte.
