Schlotterbeck als Upamecano-Ersatz? Bayern-Boss bezieht Stellung

Sebastian Mittag

Beim FC Bayern wird der Name Nico Schlotterbeck seit Monaten gehandelt. Nun hat Sportvorstand Max Eberl selbst Stellung bezogen – und dabei klargemacht, wo die Prioritäten der Münchner aktuell liegen.

Auf die Frage bei BILD-TV, ob der Innenverteidiger von Borussia Dortmund als möglicher Ersatz für Dayot Upamecano infrage komme, reagierte Eberl zurückhaltend: „Dazu habe ich nicht viel zu sagen. Ich habe immer gesagt, dass die ‚interne Verlängerung‘ von Dayot unsere absolute Priorität ist, neben Serge, mit dem wir ebenfalls verlängern möchten. Das sind derzeit unsere Prioritäten. Alles andere wäre der zweite Schritt – darüber denken wir derzeit nicht nach“, stellte der 52-Jährige unmissverständlich klar.

Damit dämpft Eberl die zuletzt aufgekommenen Spekulationen um einen möglichen Bayern-Vorstoß bei Schlotterbeck deutlich. In München liegt der volle Fokus aktuell darauf, die Verträge der eigenen Schlüsselspieler zu verlängern. Neben Upamecano gehört auch Serge Gnabry zu den Personalien, bei denen der Rekordmeister zeitnah Klarheit schaffen möchte.

Upamecano-Verlängerung hat Priorität beim FC Bayern

Auch die aktuelle Kaderstruktur spricht gegen einen kurzfristigen Schlotterbeck-Transfer. Hinter Upamecano und Abwehrchef Jonathan Tah sehen die Bayern ihre Innenverteidigung personell gut aufgestellt. Mit Josip Stanisic, Minjae Kim und Hiroki Ito stehen mehrere Optionen bereit, die sowohl kurzfristig als auch perspektivisch eingeplant sind. Vor diesem Hintergrund wurde ein möglicher Deal mit dem BVB-Verteidiger zuletzt intern auf Eis gelegt, wie die Sport BILD berichtet hatte.

Ganz vom Tisch ist das Thema Schlotterbeck damit jedoch nicht. Nach Informationen der Sport BILD könnte sich die Situation ändern, falls Minjae Kim seine Rolle dauerhaft hinterfragen sollte. Der Südkoreaner kommt aktuell meist nur als Reservist zum Einsatz, gilt intern aber nicht als unzufrieden.

Wie geht es weiter mit Minjae Kim?

Vielmehr nutzt er die Phase, um die Nachwirkungen seiner körperlichen Probleme aus der vergangenen Saison vollständig auszukurieren. Sein Ziel ist es, wieder bei hundert Prozent zu sein und sich dann im Konkurrenzkampf durchzusetzen. Erst wenn sich diese Geduld sportlich nicht auszahlt, will Kim seine Zukunft neu bewerten.

Für Schlotterbeck bedeutet das erst recht nach den Aussagen von Eberl: Ein Wechsel zum FC Bayern ist aktuell kein Thema. Solange die Verlängerung von Upamecano Priorität hat und Minjae Kim keinen Abschied forciert, bleibt der Dortmunder Verteidiger für die Münchner vorerst nur ein Name für einen möglichen zweiten Schritt – nicht mehr.

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