Winter-Abgang nahezu ausgeschlossen: Eberl gibt Update zu Sacha Boey

Vjekoslav Keskic

Der FC Bayern hat mit dem 5:1-Erfolg bei RB Leipzig sportlich ein Ausrufezeichen gesetzt. In der Mixed Zone nach dem Topspiel ging es jedoch nicht nur um die beeindruckende Leistung auf dem Platz, sondern auch um einen Spieler, der dem Rekordmeister seit Wochen fehlt: Sacha Boey. Sportvorstand Max Eberl gab dabei ein selten offenes Update zur Situation des Franzosen – und machte deutlich, dass Geduld gefragt ist.

Nach dem Spiel wurde Eberl auf den Gesundheitszustand des Außenverteidigers angesprochen. Seine Worte zeichneten ein klares Bild davon, wie schwer Boey die vergangenen Wochen getroffen haben. „Er hat relativ viel an Gewicht verloren, aufgrund der Krankheit. Er wird jetzt langsam aufgebaut und dann schauen wir, was passiert“, erklärte der 52-Jährige in der Mixed Zone.

Damit bestätigte Eberl, dass es sich nicht um eine kurze Ausfallphase handelt, sondern um einen Prozess, der Zeit benötigt. Besonders auffällig: Der körperliche Substanzverlust des Spielers. Gerade für einen Profi, dessen Spiel von Intensität, Tempo und Robustheit lebt, ist ein solcher Gewichtsverlust ein erheblicher Rückschlag.

Auf eine konkrete Nachfrage nach einem möglichen Comeback-Zeitpunkt reagierte Eberl entsprechend zurückhaltend. „Ich habe jetzt ehrlicherweise nicht den genauen Zeitraum, wann Sacha zurückkommt. Wir haben andere Dinge im Kopf“, sagte der Bayern-Boss. Eine Aussage, die zeigt, dass Boey aktuell keine unmittelbare Rolle in den sportlichen Planungen spielt.

Krankheit bremst Boey seit Wochen aus

Sacha Boey
Foto: IMAGO

Auch zum Krankheitsbild selbst äußerte sich Eberl. „Magen-Darm, er hatte wirklich die ganze Palette“, erklärte der Sportvorstand. Seit Anfang Dezember fehlt Boey wegen eines hartnäckigen Magen-Darm-Infekts im Kader der Münchner. Zwar tauchte der Franzose beim Trainingsauftakt am 3. Januar kurz auf dem Rasen auf, doch seitdem ist er erneut komplett abgetaucht.

Die Situation von Boey ist auch deshalb brisant, weil der Franzose seit Wochen als möglicher Verkaufskandidat gilt. Der Rechtsverteidiger war im Januar 2024 für rund 30 Millionen Euro von Galatasaray Istanbul nach München gewechselt, konnte die in ihn gesetzten Erwartungen bislang jedoch nur phasenweise erfüllen.

Gerüchten zufolge beschäftigen sich sowohl Crystal Palace aus der Premier League als auch Boeys Ex-Klub Galatasaray mit einer möglichen Verpflichtung. Die lange krankheitsbedingte Pause könnte dabei allerdings zu einem entscheidenden Faktor werden. Einerseits erschwert sie Boeys Integration in die Mannschaft von Vincent Kompany, andererseits wirft sie Fragen hinsichtlich seines Marktwerts und seiner kurzfristigen Einsatzfähigkeit auf.

Für den FC Bayern bedeutet das eine komplexe Gemengelage. Sportlich fehlt Boey in einer Phase, in der die Defensive ohnehin mit personellen Engpässen zu kämpfen hat. Strategisch stehen die Zeichen jedoch deutlich auf Abschied.

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