Die Transferplanungen des FC Bayern im vergangenen Sommer sorgen auch Monate später noch für Diskussionen. Besonders die verpasste Verpflichtung von Florian Wirtz wird immer wieder neu bewertet. Jetzt hat Sportvorstand Max Eberl klar Stellung bezogen.
Der Sommer 2025 war in München stark von einem Namen geprägt: Florian Wirtz. Der Offensivspieler entschied sich letztlich gegen den Rekordmeister und für einen Wechsel in die Premier League zum FC Liverpool – ein Rückschlag, der intern lange nachwirkte.
Max Eberl wurde im Interview mit der BILD mit der These konfrontiert, er sei im Nachhinein froh über die Absage, weil sie den Weg für Luis Díaz freigemacht habe. Der Sportvorstand widersprach allerdings: „Offen gesagt würde ich sagen: falsch. Wir wären sehr glücklich gewesen, wenn Florian Wirtz sich für den FC Bayern entschieden hätte.“
Weiter fügte der Sportvorstand an: „Er hat sich für die Premier League entschieden. Und wir sind sehr glücklich, dass wir mit der Verpflichtung von Luis Díaz eine andere hervorragende Entscheidung getroffen haben.“
Wirtz hätte auch den Weg von Karl versperrt

Díaz hat sich in München schnell etabliert und zählt bereits zu den festen Größen in der Offensive. In 25 Pflichtspielen erzielte der 29-Jährige bereits 14 Tore und gab elf Vorlagen. Zudem überzeugt er immer wieder mit seinem Einsatz und seinen Defensivqualitäten. Die Entscheidung für den Kolumbianer bewertet Eberl ausdrücklich als eigenständigen Erfolg – nicht als bloße Folge des gescheiterten Wirtz-Deals.
Neben dem externen Transfer hatte die Absage jedoch auch interne Auswirkungen. Ohne einen hochkarätigen Neuzugang für die offensiven Zwischenräume öffneten sich Einsatzfenster für junge Spieler. Besonders Lennart Karl profitierte davon und sammelte früh wichtige Minuten auf genau jenen Positionen, die ein Wirtz ebenfalls beansprucht hätte.
Auch deshalb wird die Personalie Wirtz an der Säbener Straße inzwischen nüchterner betrachtet. Zwar kam der Nationalspieler zuletzt bei FC Liverpool besser in Tritt, wirklich vermisst wird er in München nicht. Dafür sorgen die Leistungen von Díaz und die gewachsene Rolle der eigenen Talente im aktuellen Kader.
