Millionen-Plus: Bayern-Frauen lassen die Kasse klingeln

Sebastian Mittag

Die Frauen des FC Bayern sorgen für starke Zahlen. In der vergangenen Saison haben die Münchnerinnen ihren Gesamtumsatz deutlich gesteigert – und damit ein klares Ausrufezeichen im internationalen Frauenfußball gesetzt.

Wie aus dem aktuellen Bericht „Football Money League“ der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte hervorgeht, haben die Bayern-Frauen ihren Umsatz auf 7,2 Millionen Euro verdoppelt. Damit zählen sie nun zu den zehn finanzstärksten Frauen-Teams weltweit und belegen im Ranking Platz neun. Im Vorjahr lagen die Münchnerinnen noch auf Rang 13.

An der Spitze des weltweiten Rankings stehen die englischen Topklubs. Champions-League-Sieger FC Arsenal führt mit einem Umsatz von 25,6 Millionen Euro vor dem FC Chelsea (25,4 Millionen) und dem FC Barcelona (22,0 Millionen), der im Vorjahr noch an der Spitze stand.

Neben dem FC Bayern ist mit Eintracht Frankfurt nur ein weiterer deutscher Klub unter den Top 15 vertreten. Die Hessinnen kamen zuletzt auf 4,7 Millionen Euro Umsatz, mussten im Vergleich zur Vorsaison jedoch einen Rückgang hinnehmen. Damals hatte Frankfurt noch bei rund sechs Millionen Euro gelegen.

Bayern-Frauen profitieren von Kleinfeld-Turnier

Deloitte veröffentlichte das Ranking der 15 umsatzstärksten Frauen-Fußballklubs weltweit bereits zum vierten Mal. Trotz der Tatsache, dass wichtige Märkte wie die USA oder Australien mangels Daten nicht berücksichtigt werden konnten, erreichte der Gesamtumsatz der Topklubs einen neuen Höchstwert. Mit insgesamt 158 Millionen Euro wurde erstmals die Marke von 150 Millionen überschprungen – ein Plus von rund 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Beim FC Bayern spielte vor allem ein neuer Wettbewerb eine entscheidende Rolle. Die Münchnerinnen profitierten stark von ihrem Triumph bei der erstmals ausgetragenen Kleinfeldserie World Sevens Football. Beim Turnier im vergangenen Mai in Portugal kassierte der Klub rund 2,3 Millionen Euro an Prämien – etwa eine Million Euro mehr, als es 2025 für den Gewinn der Champions League gegeben hätte.

Sportlich läuft es ebenfalls rund

Auch sportlich sind die Bayern-Frauen national das Maß der Dinge. In der Frauen-Bundesliga führen sie die Tabelle nach 14 Spieltagen mit sechs Punkten Vorsprung auf den VfL Wolfsburg an. Zudem holten die Münchnerinnen zuletzt drei Meistertitel in Folge.

Herbert Hainer
Foto: IMAGO

Der wirtschaftliche Sprung nach vorne unterstreicht damit nicht nur die sportliche Dominanz, sondern auch die wachsende Bedeutung der Bayern-Frauen im internationalen Vergleich.

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