Real-Angebot abgelehnt? Vinicius Junior wird beim FC Bayern gehandelt

Vjekoslav Keskic

Hinter der sportlichen Zukunft von Vinicius Junior bei Real Madrid steht ein großes Fragezeichen. Der brasilianische Nationalspieler hat offenbar das jüngste Vertragsangebot der Königlichen abgelehnt und damit neue Spekulationen ausgelöst. Auch der FC Bayern taucht in diesem Zusammenhang als Beobachter auf – doch ein genauer Blick auf die Rahmenbedingungen relativiert diese Gedankenspiele deutlich.

Der Vertrag von Vinicius Junior läuft noch bis zum Sommer 2027, dennoch wird hinter den Kulissen bereits seit Monaten über eine Verlängerung verhandelt. Eine Einigung ist bislang nicht in Sicht. Wie Transfer-Insider Ekrem Konur berichtet, soll der 25-Jährige die jüngste Offerte von Real Madrid abgelehnt haben. Grund dafür seien vor allem finanzielle Forderungen, bei denen Klub und Spieler aktuell weit auseinanderliegen.

Parallel dazu wächst die Unzufriedenheit auf Spielerseite. Vinicius steht seit geraumer Zeit massiv in der Kritik der eigenen Fans. Zwar kommt der Flügelstürmer in der laufenden Saison auf 18 Torbeteiligungen in 30 Pflichtspielen, doch in Madrid misst man Leistung nicht nur an Zahlen. Die Erwartungen an den Brasilianer sind enorm – und bislang konnte er sie nicht konstant erfüllen.

Europas Top-Klubs lauern – Bayern beobachtet?

Vinicius Junior
Foto: IMAGO

Laut Konur beschäftigt sich Vinicius Junior inzwischen selbst mit dem Gedanken eines Abschieds. Manchester City und der FC Liverpool sollen die Situation bereits sehr genau verfolgen. Auch der FC Bayern wird in diesem Zusammenhang genannt. Die Münchner suchen bekanntlich perspektivisch Verstärkung für die linke Außenbahn und beobachten den internationalen Markt aufmerksam.

Dennoch erscheint ein Wechsel an die Säbener Straße eher theoretischer Natur. Zwar passt Vinicius vom Spielertyp her grundsätzlich in das Anforderungsprofil eines explosiven Flügelspielers, doch die wirtschaftlichen Dimensionen sprechen klar gegen einen Bayern-Transfer.

XXL-Kosten und Risiko fürs Teamgefüge


Der Marktwert von Vinicius Junior wird aktuell auf rund 150 Millionen Euro taxiert. Noch schwerer wiegt jedoch sein Gehalt. In Madrid soll der Brasilianer derzeit knapp 37 Millionen Euro pro Jahr verdienen. Damit würde er das bestehende Gehaltsgefüge beim FC Bayern nicht nur sprengen, sondern in eine völlig neue Dimension verschieben. Solche Summen sind in München – unabhängig von sportlicher Qualität – kein Thema.

Hinzu kommt ein weiterer Aspekt, der an der Isar traditionell sehr genau abgewogen wird. Vinicius gilt als enfant terrible, der sowohl auf dem Platz als auch abseits davon immer wieder für negative Schlagzeilen sorgt. Provokationen, hitzige Diskussionen und ein polarisierendes Auftreten gehören zu seinem Profil. In einem aktuell sehr homogenen, ruhigen Bayern-Kader wäre eine nahtlose Integration alles andere als selbstverständlich.

Teile diesen Artikel