Wanner kontert Eberl und schließt mit Bayern-Kapitel ab

Sebastian Mittag

Paul Wanner hat nach seinem Wechsel vom FC Bayern zur PSV Eindhoven einen klaren Schnitt vollzogen. Der 20-Jährige, der im Sommer 2025 für rund 15 Millionen Euro in die Niederlande ging, blickt zwar dankbar auf seine Zeit in München zurück, macht aber unmissverständlich deutlich, dass sein Fokus inzwischen vollständig auf seiner neuen Aufgabe liegt. Vor allem mit Blick auf mögliche Zukunftsszenarien beim Rekordmeister findet Wanner deutliche Worte.

„Das Kapitel Bayern ist aktuell nicht mehr in meinem Kopf, weil ich mich auf meine Leistungen hier konzentrieren will“, stellte der Offensivspieler im Interview mit der Sport BILD klar. Sein Weg in Eindhoven sei bewusst gewählt, um sich sportlich weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Die PSV bezeichnete er dabei als ideale Adresse, um den nächsten Schritt zu gehen.

Das sagt Wanner zur Kritik von Bayern-Boss Eberl

Trotzdem bleibt der FC Bayern für Wanner emotional präsent – vor allem im Hinblick auf das direkte Wiedersehen Ende Januar. Wenn es am 28. Januar in der Champions League gegen seinen Ex-Klub geht, rechnet der Mittelfeldspieler mit besonderen Momenten. „Es wird kein alltägliches Spiel: Ich werde Teamkollegen, bekannte Gesichter wiedersehen. Wir wissen, dass Bayern aktuell eines der besten Teams der Welt ist. Aber wir haben auch Qualität: Wir wollen die Bayern ärgern und versuchen, sie zu Hause zu besiegen“, erklärte Wanner.

Max Eberl
Foto: IMAGO

Auch die kritischen Worte von Sportvorstand Max Eberl rund um seinen Abgang aus München hat der Youngster für sich eingeordnet. Eberl hatte dem Spieler sinngemäß fehlenden Mut im Konkurrenzkampf attestiert. Wanner reagiert darauf betont sachlich: „Es gibt im Fußballgeschäft immer mal verschiedene Meinungen, das gehört dazu. Ich bin froh, dass ich hier bin. Es gibt kein böses Blut, es ist alles in Ordnung. Den Bayern bin ich sehr dankbar, weil ich dort viel lernen konnte und tolle Erfahrungen gemacht habe.“

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