Der FC Bayern gehört wieder zu den drei umsatzstärksten Klubs der Welt. Das zeigt die neue Deloitte Football Money League – und liefert zugleich spannende Einblicke in die finanzielle Entwicklung von Bayern, dem BVB und der Bundesliga insgesamt.
Der globale Fußball boomt weiter. Das belegt die 29. Ausgabe der Deloitte Football Money League eindrucksvoll. Erstmals in der Geschichte des Berichts haben die 20 umsatzstärksten Klubs der Welt gemeinsam die Marke von zwölf Milliarden Euro überschritten. In der Saison 2024/25 beliefen sich die Gesamteinnahmen auf 12,4 Milliarden Euro – ein Plus von elf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung war die FIFA-Klub-Weltmeisterschaft, von der auch deutsche Vereine wie der FC Bayern und Borussia Dortmund finanziell profitierten.
FC Bayern zurück in der absoluten Weltspitze
Für den FC Bayern sind die aktuellen Zahlen ein klares Ausrufezeichen. Die Münchner erzielten in der abgelaufenen Saison Einnahmen in Höhe von 861 Millionen Euro und kletterten damit zurück auf Platz drei des Rankings. Im Vergleich zur Vorsaison, in der der Umsatz noch bei rund 765 Millionen Euro lag, bedeutet das ein sattes Plus von knapp 100 Millionen Euro. Ausschlaggebend waren vor allem zusätzliche Prämien aus der Klub-Weltmeisterschaft sowie gestiegene Erlöse aus den TV-Rechten.
An der Spitze bleibt Real Madrid das Maß aller Dinge. Die Königlichen sind mit 1,161 Milliarden Euro weiterhin der einzige Klub, der die Milliarden-Grenze durchbrochen hat. Trotz rückläufiger Spieltagseinnahmen kompensierte Real diese Einbußen durch starke Merchandising-Verkäufe und wachsende Sponsorenerlöse. Dahinter folgt der FC Barcelona, der sich trotz des Umbaus des Camp Nou und ohne Teilnahme an der Klub-WM auf Platz zwei zurückmeldete. Mit 974 Millionen Euro unterstreichen die Katalanen ihre wirtschaftliche Strahlkraft, auch wenn finanzielle Sondermaßnahmen wie der Verkauf von VIP-Logen eine Rolle spielten.
Bemerkenswert aus Münchner Sicht: Mit dem Sprung auf Rang drei verdrängte der FC Bayern sowohl Manchester City als auch Paris Saint-Germain vom Podium. Ein deutliches Signal, dass der Rekordmeister wirtschaftlich wieder zur absoluten europäischen Spitze gehört.
BVB stabil, Stuttgart überrascht – Bundesliga im Aufwind
Auch Borussia Dortmund kann mit dem neuen Deloitte-Bericht zufrieden sein. Der BVB steigerte seine Einnahmen auf 531 Millionen Euro und legte damit im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Millionen Euro zu. Zwar rutschten die Schwarz-Gelben im Ranking um einen Platz auf Rang zwölf ab, doch die wirtschaftliche Entwicklung bleibt positiv und unterstreicht die stabile Position des Klubs im europäischen Vergleich.
Für eine echte Überraschung sorgte der VfB Stuttgart. Erstmals seit der Saison 2009/10 schafften es die Schwaben wieder unter die 20 umsatzstärksten Klubs der Welt. Mit Einnahmen von 296 Millionen Euro landete der VfB auf Platz 18 – ein Zuwachs von beeindruckenden 79 Prozent. Ausschlaggebend waren vor allem die Teilnahme an der Champions League sowie die Modernisierung der MHP Arena. Stuttgart hat seine sportliche Erfolgsphase damit auch wirtschaftlich konsequent genutzt.
Knapp verpasst hat Eintracht Frankfurt den Sprung in die Top 20. Mit rund 270 Millionen Euro Umsatz fehlten den Hessen lediglich sechs Millionen Euro auf Rang 20. Dennoch bedeutet das für die Eintracht einen deutlichen Fortschritt und einen weiteren Beleg für die wachsende wirtschaftliche Stärke der Bundesliga.
Der Bericht zeigt jedoch auch: Hohe Umsätze sind keine Garantie für Gewinne. Mehrere Klubs aus den Top 20 schlossen die Saison trotz hoher Einnahmen mit Verlusten ab – darunter auch der FC Barcelona. Für den FC Bayern bleibt die Ausgangslage dennoch komfortabel. Die Münchner verbinden sportlichen Erfolg mit wirtschaftlicher Stabilität – und gehören damit weiterhin zu den Schwergewichten des Weltfußballs.

