Die Zukunft von Dayot Upamecano beim FC Bayern bleibt weiter offen. Zwar verdichten sich die Anzeichen auf eine Vertragsverlängerung, doch Sportvorstand Max Eberl hält sich öffentlich noch bedeckt und vermeidet klare Festlegungen.
Nach dem 2:0-Erfolg des FC Bayern in der Champions League gegen Union Saint-Gilloise nahm Eberl in der Mixed Zone Stellung zur Vertragssituation des französischen Innenverteidigers, dessen aktuelles Arbeitspapier im Sommer ausläuft. Auf die Frage nach dem Stand der Gespräche erklärte der 52-Jährige nüchtern: „Wir reden mit ihm und dann werden wir es verkünden, wenn es zu verkünden ist.“ Kurz darauf schob er nach: „… wenn es was zu verkünden gibt – in welche Richtung auch immer.“
Eine Aussage, die zeigt: Die Gespräche laufen, eine endgültige Entscheidung ist aber noch nicht gefallen – zumindest offiziell. Auf Nachfrage, ob man beim FC Bayern mittlerweile ungeduldig werde, blieb Eberl gewohnt zurückhaltend: „Wir machen das intern.“
Verlängerung wahrscheinlich – Details noch offen

Hinter den Kulissen gilt eine Verlängerung von Upamecano dennoch als sehr wahrscheinlich. Mehrere Medien hatten zuletzt übereinstimmend berichtet, dass sich Spieler und Klub grundsätzlich einig seien. Knackpunkt sollen aktuell noch Details im neuen Vertrag sein. Laut Sky wird vor allem über die genaue Ausgestaltung einer möglichen Ausstiegsklausel verhandelt, die ab 2027 greifen soll.
Die französische L’Équipe berichtete sogar, dass diese Klausel bereits feststehen soll. Demnach könnte Upamecano den FC Bayern ab 2027 für eine Ablösesumme von rund 65 Millionen Euro verlassen. Ob diese Zahl tatsächlich Bestand hat, bestätigte der Klub bislang nicht. Klar ist jedoch: Der Rekordmeister möchte Planungssicherheit im Abwehrzentrum – und sieht Upamecano weiterhin als zentralen Baustein.
Unter Vincent Kompany ist der 27-Jährige unangefochtener Stammspieler, bringt Tempo, Physis und Spieleröffnung mit und hat sich trotz früherer Schwankungen sportlich stabilisiert. Genau dieses Profil macht ihn auch international begehrt – ein weiterer Grund, warum die Bayern auf eine zeitnahe Lösung drängen dürften.
Upamecano fällt vorerst aus
Während die Vertragsgespräche laufen, fehlt Upamecano dem FC Bayern aktuell. Der Innenverteidiger hatte das Champions-League-Spiel gegen Union Saint-Gilloise krankheitsbedingt verpasst. Ein Einsatz am kommenden Samstag im Bundesliga-Auswärtsspiel beim FC Augsburg ist laut Eberl fraglich. „Ich glaube, das wird eher schwierig. Er ist schon angeschlagen“, erklärte der Sportvorstand. Mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu: „Aber unsere Ärzte sind gut. Schauen wir mal, was die zaubern können mit ihrem Zaubertrank.“
Unabhängig davon zeigte sich Eberl zufrieden mit dem Erreichen des großen Zwischenziels in der Königsklasse. Die direkte Qualifikation fürs Achtelfinale sei „unser Hauptziel“ gewesen. Nun gehe es darum, die Ligaphase möglichst auf Rang zwei abzuschließen. „Wir wollen versuchen, diesen zweiten Platz zu behaupten. Weil dann gehst du Arsenal aus dem Weg und hast bis zum Halbfinale im Rückspiel Heimrecht. Das ist ein ehrenwertes Ziel, was wir jetzt noch zu erreichen haben.“
Schon ein Remis im abschließenden Spiel bei der PSV Eindhoven würde den Münchnern dafür reichen. Für den FC Bayern bedeutet das nicht nur sportliche Vorteile, sondern auch Entlastung im ohnehin engen Spielkalender. Und vielleicht gibt es bis dahin auch Klarheit in der Personalie Dayot Upamecano.
