Blitz-Abschied im Winter? Chelsea fragt bei Bayern-Star Minjae Kim an

Vjekoslav Keskic

Hinter der sportlichen Zukunft von Minjae Kim beim FC Bayern steht weiterhin ein großes Fragezeichen. Wie nun bekannt wurde, gibt es einen konkreten Interessenten für den Südkoreaner.

Das Interesse aus der Premier League ist real. Im BILD-Podcast Bayern Insider bestätigen Christian Falk und Tobi Altschäffl eine konkrete Anfrage des FC Chelsea bei Minjae Kim – und erklären, warum diese Entwicklung für den FC Bayern strategisch hochinteressant ist.

Kim hat sich in den vergangenen Spielen sportlich stabilisiert und damit auch seinen Marktwert unterstrichen. Trotz seines jüngsten Platzverweises in der Champions League gilt der Südkoreaner intern als gefestigt – und extern als begehrter Spieler. Das ist true! Chelsea hat bei Kim angefragt“, betont BILD-Fußballchef Falk.

Bayern offen – aber nicht unter Verkaufsdruck

Minjae Kim
Foto: IMAGO

Ein Wechsel im Winter ist dennoch unwahrscheinlich. Die Bayern möchten ihren kleinen Kader nicht durch Abgänge im Januar schwächen.

Für den FC Bayern ist diese Situation komfortabler, als es auf den ersten Blick scheint. Falk macht deutlich, dass es keinen Zwang gibt, den Innenverteidiger abzugeben. „Wenn Minjae Kim sagt, er will weg, wird man ihm keine Steine in den Weg legen. Wenn er sagt, er bleibt, dann hat man die Problematik eben nicht“, erklärt er.

Gerade diese Flexibilität verschafft dem Rekordmeister Handlungsspielraum. Die Anfrage aus London zeigt vor allem eines: „Kim hat einen Markt“, betont Falk. Und genau das ist in einer Phase wichtig, in der die Bayern ihre Defensive grundsätzlich neu justieren. Sein aktueller Marktwert liegt bei 25 Millionen Euro. Die Bayern hoffen bei einem Verkauf auf eine Summe, die deutlich darüber liegt. Schließlich hat man im Sommer 2023 selbst 50 Millionen Euro für den Verteidiger bezahlt.

Dass ausgerechnet Chelsea anklopft, ist kein Zufall. Der Premier-League-Klub wird schon seit langer Zeit mit Kim in Verbindung gebracht und ist finanziell in der Lage, eine hohe Ablöse zu stemmen. Für Bayern wäre ein möglicher Verkauf daher nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich relevant. „Chelsea hätte das Geld“, so Falk – und dieses Geld könnte wiederum direkt in neue Abwehrlösungen investiert werden.

Altschäffl spricht von einer „Luxussituation“ für den FC Bayern. Die Verantwortlichen könnten je nach Ausgang der Personalentscheidungen flexibel reagieren und gegebenenfalls gezielt nachlegen. „Man kann Geld einnehmen und es wieder reinvestieren“, ordnet er ein.

Sportlich geschätzt – Markt dennoch da

Trotz aller Transfergedanken verlieren Falk und Altschäffl die sportliche Perspektive nicht aus den Augen. Altschäffl betont, dass Kim in den vergangenen Wochen genau gezeigt habe, warum er für Bayern wertvoll ist. „Er braucht einen Rhythmus, aber er ist kopfballstark, er hat eine gewisse Torgefahr, er ist schnell“, zählt er auf.

Gerade für die Premier League bringe Kim ideale Voraussetzungen mit. „Ich traue ihm zu, dass er in England liefert – mit der Körperlichkeit, die er hat“, so Altschäffl. Gleichzeitig hebt er den Charakter des Spielers hervor. „Er ist ein total loyaler Spieler.“

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