Lange Zeit galt Harry Kane als der absolute Topverdiener beim FC Bayern. Wie nun bekannt wurde, steht der Engländer nicht mehr an der Spitze der Gehaltsliste. Demnach hat Jamal Musiala den 32-Jährigen abgelöst.
Aktuellen Medienberichten zufolge zählen gleich mehrere Profis des FC Bayern zu den bestbezahlten Fußballern Europas. Eine neue Gehaltsliste sorgt für Diskussionen – auch im BILD-Podcast „Bayern Insider“.
In der aktuellen Episode haben BILD-Fußballchef Christian Falk und BILD-Reporter Tobi Altschäffl ein europaweites Gehaltsranking analysiert, das dem FC Bayern einmal mehr eine Sonderstellung bescheinigt. Gleich drei Profis des deutschen Rekordmeisters tauchen in den Top Ten der bestbezahlten Spieler Europas auf. Ein starkes Signal – und gleichzeitig Auslöser für eine grundlegende Debatte über Gehaltsstrukturen, Marktgerechtigkeit und interne Schieflagen.
Ausgangspunkt der Diskussion ist eine Liste des Analyseportals „Global Stats“, die Europas Topverdiener aufführt. Angeführt wird sie von Erling Haaland und Kylian Mbappé, doch direkt dahinter folgt bereits der erste Bayern-Spieler. Das ist Harry Kane mit 24,8 Millionen Euro. Für Falk ist diese Zahl grundsätzlich plausibel, allerdings nur mit Einschränkungen.
Bayern-Topverdiener Musiala fehlt im Gehaltsranking

Denn aus Bayern-Sicht ist die Liste unvollständig. Vor allem ein Name fehlt für Falk völlig überraschend. „Nach unseren Informationen ist Harry Kane nicht der Bestverdiener“, stellt er klar und schiebt hinterher: „Dann müsste auf Platz drei eigentlich Jamal Musiala stehen, weil der verdient mehr als Harry Kane.“ Demnach kann Musiala mit seinen Klauseln und Prämien auf bis zu 30 Millionen Euro pro Jahr kommen. Interessant ist: Laut Falk liegt Musiala selbst mit seinem Grundgehalt, ohne Boni und Prämien, bereits vor Kane.
Musiala wäre damit nicht nur der bestverdienende deutsche Spieler, sondern auch einer der absoluten Spitzenverdiener Europas.
Drei Bayern-Stars in den Top Ten – ein klares Signal
Rechnet man Musiala realistisch in das Ranking hinein, ergibt sich ein deutliches Bild: Der FC Bayern stellt drei Spieler unter den zehn bestbezahlten Profis Europas. Für Falk ist das ein zentraler Punkt der gesamten Debatte. „Das zeigt ja, dass der FC Bayern schon mehr als marktgerecht bezahlt“, betont er. Während andere Topklubs einzelne Ausreißer nach oben haben, zahlt Bayern vor allem in der Breite auf einem extrem hohen Niveau.
Genau hier liegt jedoch auch der Knackpunkt. Denn diese Gehaltspolitik ist einer der Gründe, warum die Münchner intern längst gegensteuern wollen. „In der Spitze zahlt Bayern mit, in der Breite sogar mehr als viele Topklubs“, so Falk weiter. Das erkläre auch, warum der Verein aktuell bemüht ist, die Gehaltskosten zu reduzieren – ohne dabei an Wettbewerbsfähigkeit einzubüßen.
Altschäffl liefert den europäischen Kontext gleich mit. Abseits der Bayern finden sich in den Top Ten vor allem Spieler von Real Madrid und Liverpool. „Ansonsten folgen nur Liverpool und Real mit jeweils zwei Spielern“, erklärt er. Gerade im Bereich der Gehälter um die 20 Millionen Euro pro Jahr sei Bayern außergewöhnlich breit aufgestellt. „So viele Vereine zahlen in der Breite nicht so viel Geld.“
