Die Zukunft von Max Eberl beim FC Bayern nimmt immer konkretere Formen an. Aktuellen Meldungen zufolge steht der 52-Jährige vor einer Verlängerung beim deutschen Rekordmeister.
Während Max Eberl derzeit viele Vertragsverhandlungen führt, läuft im Hintergrund beim FC Bayern auch eine Debatte über seine Zukunft an der Säbener Straße. Der Vertrag des 52-Jährigen läuft noch bis Sommer 2027. Wie die BILD berichtet, beschäftigen sich Klubführung und Aufsichtsrat intensiv mit seiner Zukunft. Auslöser dafür war unter anderem ein viel beachteter TV-Auftritt Eberls, in dem er selbst öffentlich Stellung bezog.
„Das ist die Entscheidung des Aufsichtsrats, damit habe ich nichts zu tun. Ich kann nur einen guten Job machen“, erklärte Eberl dort und machte zugleich deutlich, dass er für eine Verlängerung offen wäre. Für Christian Falk ist diese Aussage ein wichtiges Signal. „Max sagt ja, der Aufsichtsrat muss sich bei ihm melden. Er wird sich freuen. Also Max wäre bereit, seinen Vertrag zu verlängern“, betont der BILD-Fußballchef im Podcast Bayern Insider
Aufsichtsratssitzungen als Schlüsselmoment

Hinter den Kulissen scheint die Entscheidung nur noch eine Frage des Timings zu sein. Nach Informationen von Falk stehen im Aufsichtsrat noch zwei wichtige Sitzungen an. „Ich habe gehört, Aufsichtsratssitzungen sind noch Ende des Jahres, eine im August und eine im November. Und da spätestens soll die Zukunft von Max entschieden werden“, berichtet er. Die Tendenz sei dabei eindeutig: „Was man so hört, sind die Signale auf grün.“
Auch BILD-Reporter Tobi Altschäffl verweist auf den zeitlichen Rahmen. Spätestens im Sommer, wenn Eberls Vertrag weniger als ein Jahr Restlaufzeit hätte, dürfte Bewegung in die Sache kommen. „Das wäre ein Zeitpunkt, wo man darüber sprechen möchte“, erklärt Altschäffl. Intern gilt Eberl längst als zentrale Figur für den sportlichen und wirtschaftlichen Umbau des Klubs.
Gute Arbeit – aber nicht ohne Reibung
Trotz der positiven Grundstimmung gibt es innerhalb des Vereins durchaus kritische Stimmen. Vor allem das Thema Gehälter wird Eberl immer wieder vorgehalten. „Wo es positive Stimmen gibt, gibt es auch negative“, sagt Altschäffl und verweist auf die Diskussionen rund um hoch dotierte Verträge. „Brauchen wir das wirklich? Müssen wir so hoch einsteigen?“
Gerade die laufenden Verhandlungen mit Dayot Upamecano gelten intern als Prüfstein für Eberls Linie. Dennoch fällt die Gesamtbilanz für Altschäffl klar positiv aus. „Die Arbeit von ihm ist gut, die ist sehr gut. Seine Visitenkarte ist so gestückt, dass man verlängern muss – aus Bayern-Sicht“, stellt er unmissverständlich klar.
Ein weiterer Punkt interner Debatten betrifft Eberls engsten Mitarbeiter. Chefscout Nils Schmadtke steht für einen radikalen Umbau im Scouting-Bereich, der nicht überall auf Zustimmung stößt. „Im Bayern-Kosmos sind inzwischen neun Scouts abgewandert“, berichtet Altschäffl. Das sorge in Teilen der Führungsetage für Unruhe.
Gleichzeitig wird Schmadtke fachlich geschätzt. „Die Arbeit spricht auch für Schmadtke“, betont Altschäffl – und macht klar, dass man Eberl kaum die rechte Hand nehmen werde. Auch Falk sieht die Verantwortung eindeutig beim Sportvorstand. „Wenn du der Chef von der Abteilung bist, solltest du über dein Personal schon selber entscheiden dürfen“, sagt er.
