Fans verlieren die Geduld! Zieht Bayern das Upamecano-Angebot zurück?

Vjekoslav Keskic

Der Vertragspoker um Dayot Upamecano entwickelt sich zunehmend zu einer Geduldsprobe. Seit Monaten liegt dem französischen Innenverteidiger ein neues Arbeitspapier vor, doch eine Entscheidung lässt weiter auf sich warten – sehr zum Unmut der Verantwortlichen und der Fans des FC Bayern.

Sportlich ist Dayot Upamecano beim FC Bayern gesetzt, strategisch gilt er als zentrale Figur für die Zukunft der Defensive. Entsprechend früh haben die Münchner Gespräche über eine Vertragsverlängerung aufgenommen. Inhaltlich ist der Deal längst ausgehandelt.

Upamecano soll einen neuen Vertrag bis 2030 oder sogar 2031 erhalten. Auch bei den finanziellen Eckdaten ist der Rekordmeister der Spielerseite weit entgegengekommen. Dem Vernehmen nach liegt das Handgeld bei rund 20 Millionen Euro. Selbst die lange umstrittene Ausstiegsklausel wurde akzeptiert. Diese soll bei 65 Millionen Euro liegen und bereits ab Sommer 2027 greifen – also schon nach einem Jahr der neuen Laufzeit.

Eigentlich ein Angebot, das kaum Raum für weitere Diskussionen lässt. Und doch fehlt weiterhin die entscheidende Unterschrift. Upamecano zögert, wägt ab – und sorgt damit intern zunehmend für Unruhe.

Fans verlieren die Geduld – Bayern unter Zugzwang?

Dayot Upamecano
Foto: IMAGO/MIS

Nicht nur an der Säbener Straße wächst die Ungeduld. Auch unter den Anhängern des deutschen Rekordmeisters schlägt die Stimmung um. Ein von der BILD initiiertes Online-Voting zeigt deutlich, wie kritisch die Fans den aktuellen Poker sehen. Eine klare Mehrheit von 87 Prozent sprach sich dafür aus, das Vertragsangebot im Zweifel zurückzuziehen, sollte Upamecano weiter auf Zeit spielen.

Die hohe Beteiligung an der Abstimmung (mehr als 50.000 Stimmen) unterstreicht, wie sehr das Thema die Fans bewegt. Der Tenor ist eindeutig: Wer langfristig Teil des FC Bayern sein will, sollte sich auch klar zum Klub bekennen.

Für die Bayern-Bosse wird die Situation damit zunehmend unangenehm. Einerseits will man Planungssicherheit im Abwehrzentrum, andererseits möchte man kein Signal senden, dass monatelanges Zögern ohne Konsequenzen bleibt. Schon Anfang des Jahres hatte Vorstandsboss Jan-Christian Dreesen öffentlich betont, dass das Angebot nicht unbegrenzt auf dem Tisch liegen werde.

Ob der FC Bayern tatsächlich den harten Schritt geht und das Angebot zurückzieht, ist offen. Klar ist jedoch: Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Vertragspoker eskaliert. Ende 2020 entschied man sich bei David Alaba genau für dieses Vorgehen. Wenige Monate später wechselte der Österreicher ablösefrei zu Real Madrid.

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