Erste Saisonniederlage: Kompany fordert Bayern-Reaktion

Felix Flechsig

Trotz der 1:2-Niederlage seines FC Bayern blieb Vincent Kompany im Interview nach dem Spiel gelassen. Dennoch fordert er von seiner Mannschaft im nächsten Spiel eine entsprechende Antwort.

Mit die ersten Worte von Vincent Kompany am Sky-Mikrofon nach der 1:2-Pleite gegen Augsburg waren: „Reaktion zeigen, jetzt!“. Obwohl seine Mannschaft vor heimischem Publikum eine 1:0-Führung aus der Hand gegeben hatte und über 90 Minuten nicht an ihr Leistungslimit gekommen war, blieb Kompany ruhig.

Die Gründe für die Niederlage erklärte er folgendermaßen: „Augsburg spielt gut. Es ist so eine Phase, wo wir, glaube ich, fünf Spiele in 13 Tagen machen. Aus Erfahrung: Wenn mal was passiert, dann ist es oft in diesen Phasen. Wir haben es versucht, aber ich glaube, die Energie haben wir in der zweiten Halbzeit nicht mehr gebracht. Das hat Augsburg dann die Chance gegeben, gefährlich zu sein.“

Dennoch stellte Kompany klar: „Wir haben hier sehr, sehr viele Siege gehabt und uns immer sehr oft gefreut. Jetzt haben wir verloren und müssen das auch richtig annehmen.“

Hat den Bayern der Hunger gefehlt?

Vincent Kompany
Foto: IMAGO

Joshua Kimmich hatte nach dem Spiel beklagt, dass seiner Mannschaft ein wenig der Hunger gefehlt habe. Darauf angesprochen meinte Kompany: „Vielleicht hat er das gesagt, aber der Hunger von unserer Seite ist immer da. Die Leistung ist manchmal nicht da. Und nochmals, es wird immer gesagt, die Bundesliga ist leicht. Wir haben gewusst, wenn wir gewinnen, dass es nicht leicht ist, und deswegen auch großen Respekt an Augsburg. Wir dürfen jetzt auch nicht zu klein werden. Respekt vor Augsburg. Die haben verdient gewonnen. Es muss weitergehen, wir müssen reagieren. Und jetzt akzeptieren, dass es heute nicht unser Tag ist.“

Im bisherigen Saisonverlauf standen die Münchner im Schnitt bei fast vier eigenen Toren pro Spiel. Auf die Frage, warum heute nur eines fiel, antwortete Kompany: „Weil es gegenüber elf Spieler gibt, die alles dafür tun, dass der Ball nicht reingeht. Wir haben in dieser Phase mit so vielen Spielern eigentlich ganz oft sehr viele Tore gemacht, waren auch immer torgefährlich. Heute würde ich sagen, man muss auch ein bisschen logisch zuschauen, wie viel diese erste Phase auch körperlich von den Jungs fordert. Bisher hatten die das sehr, sehr gut gemacht. Heute haben wir es nicht geschafft.“

Abschließend hielt der Bayern-Coach fest: „Jetzt geht es um die Reaktion, nicht um die Reaktion gegenüber der Presse, das ist unwichtig. Es geht um die Reaktion auf dem Platz, und das ist auch keine Garantie, aber das ist auf jeden Fall immer ein Moment, in dem wir wissen, was wir machen müssen.“

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