„Kein Top-Level“: Kimmich spricht Klartext nach Pleite gegen Augsburg

Vjekoslav Keskic

Der FC Bayern hat seine erste Niederlage in der Bundesliga-Saison 2025/26 kassiert. Die Münchner mussten sich vollkommen überraschend am Samstag in der heimischen Allianz Arena mit 1:2 gegen den FC Augsburg geschlagen geben. Joshua Kimmich betonte nach dem Spiel, dass die Pleite nicht unverdient ist.

Der FC Bayern musste am 19. Spieltag der Bundesliga einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Beim 1:2 gegen den FC Augsburg kassierten die Münchner nicht nur die erste Liga-Niederlage der laufenden Saison, sondern verspielten zudem eine 1:0-Führung in der heimischen Allianz Arena. Joshua Kimmich fand nach dem Abpfiff deutliche Worte und sprach offen über die Gründe für den enttäuschenden Auftritt.

Der deutsche Rekordmeister hatte das Spiel zunächst unter Kontrolle, verpasste es jedoch erneut, seine Dominanz in klare Verhältnisse umzumünzen. Augsburg zeigte sich effizient, robuster in den entscheidenden Momenten und belohnte sich spät für eine disziplinierte Leistung. Für Kimmich war die Niederlage kein unglücklicher Ausrutscher, sondern das logische Resultat eines Auftritts, der nicht den eigenen Ansprüchen genügte.

Fehlender Hunger und fehlende Frische

FC Bayern vs. FC Augsburg
Foto: IMAGO

„Heute müssen wir es absolut akzeptieren“, stellte Kimmich unmissverständlich klar. Der 30-Jährige betonte, dass die Niederlage keineswegs unverdient gewesen sei. Zwar habe Augsburg den FC Bayern nicht „sehr hergespielt“, gleichzeitig wäre ein Sieg für die Münchner jedoch ebenso wenig gerechtfertigt gewesen. Eine bemerkenswert ehrliche Einschätzung, die verdeutlicht, wie kritisch Kimmich den Auftritt seines Teams bewertete.

Als zentralen Punkt machte Kimmich den fehlenden Hunger aus. „Es hat schon so ein bisschen der Hunger gefehlt“, erklärte Kimmich und ergänzte, dass die Mannschaft über 90 Minuten nicht wirklich frisch gewirkt habe. Vor allem die fehlende Konstanz im Spielaufbau und im Gegenpressing habe dazu geführt, dass der FCB nie vollständig die Kontrolle über die Partie erlangte. Besonders in der Schlussphase sei Augsburg „ein bisschen griffiger“ gewesen, was letztlich den Ausschlag gegeben habe.

Auffällig ist dabei, dass Kimmich einen Trend anspricht, der sich bereits in den vergangenen Heimspielen angedeutet hatte. Viele Partien seien unnötig eng geworden, obwohl der FC Bayern spielerisch überlegen gewesen sei. Auch gegen Augsburg gelang es den Münchnern nicht, das Spiel frühzeitig zu entscheiden und souverän zu gestalten.

Art und Weise der Niederlage beschäftigt Bayern

Noch schwerer als das Ergebnis wiegt für Kimmich die Leistung an sich. Die Niederlage werde „über ein paar Tage hinaus nagen“, räumte er ein. Besonders störend sei die Tatsache gewesen, dass der FC Bayern nicht an sein gewohntes Top-Level herangekommen sei. Es habe sich nicht um ein Spiel gehandelt, in dem man Chance um Chance liegen ließ, sondern um einen Auftritt, bei dem die letzte Konsequenz und Schärfe fehlten.

Dennoch richtet Kimmich den Blick nach vorne. Entscheidend sei nun die Reaktion der Mannschaft. Dass man ein Spiel verliere, sei menschlich und gehöre zum Fußball dazu. Wichtig sei jedoch, aus solchen Rückschlägen die richtigen Lehren zu ziehen und schnell wieder in die Spur zu finden.

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