Die Zeichen bei Leon Goretzka stehen auf Abschied. Während der 30-Jährige keine sportliche Perspektive mehr beim FC Bayern hat, ist der Mittelfeldspieler in Europa heiß begehrt.
Im BILD-Podcast „Bayern Insider“ ordnen Christian Falk und Tobi Altschäffl die Zukunft des Mittelfeldspielers ein – und räumen mit einem hartnäckigen Gerücht auf.
Seit Monaten wird über die sportliche Zukunft von Leon Goretzka beim FC Bayern spekuliert. Zwar kommt der 30-Jährige weiterhin regelmäßig beim Rekordmeister zum Einsatz, doch seine Rolle hat sich verändert, die Perspektive ebenfalls. Für BILD-Reporter Tobi Altschäffl ist klar, dass es im Sommer zu einer Trennung kommen wird – allerdings nicht in Richtung Spanien. „Not true“, erklärt er im BILD-Podcast Bayern Insider zum Gerücht um den FC Barcelona.
Barcelona kein Thema – sportlich wie taktisch

Das Interesse der Katalanen wurde in den vergangenen Wochen immer wieder kolportiert, nicht zuletzt aufgrund der Verbindung zu Ex-Bayern-Trainer Hansi Flick. Doch Altschäffl sieht dafür keinerlei Grundlage. „Überhaupt nichts dran“, stellt er klar und verweist auf die Spielidee der Blaugrana. „Das passt nicht – mit Ballbesitz, mit zwei kreativen Sechsern, mit Pedri und de Jong in der Zentrale.“
Hinzu kommt die personelle Situation bei Barça. Rückkehrende verletzte Spieler und finanzielle Einschränkungen machen einen Transfer zusätzlich unwahrscheinlich. „Das wird nicht passieren“, fasst Altschäffl zusammen. Der FC Barcelona ist damit endgültig aus dem Rennen.
Während das Ziel Barcelona ausgeschlossen ist, gilt ein Abschied aus München als nahezu sicher. „Goretzka wird sehr sicher nach der Saison gehen“, sagt Altschäffl. Auch BILD-Fußballchef Christian Falk teilt diese Einschätzung und betont, dass der Spieler durchaus Optionen habe. „Er hat einen großen Markt.“
Goretzkas Vertrag läuft im Sommer aus, eine Verlängerung ist nach aktuellem Stand kein Thema mehr. Zu sehr haben sich die sportlichen Vorstellungen auseinanderentwickelt, zu klar ist der Umbruch im Mittelfeld des FC Bayern.
Premier League und Italien als realistische Optionen
Besonders die Premier League gilt als reizvoller Markt für den Nationalspieler. „Ihn selber wird die Premier League sehr reizen“, erklärt Falk. Auch Italien wird als realistische Alternative genannt. „Eine sichere Bank ist Italien“, so Falk weiter. Dort seien die Klubs beim Alter deutlich großzügiger und schätzen erfahrene Mittelfeldspieler mit Physis und Führungsqualitäten.
Zwar sei der Wiederverkaufswert mit Blick auf das Alter begrenzt, doch das spiele in der Serie A eine untergeordnete Rolle. „Da sind wirklich alle Top-Klubs interessiert – Juve, Milan und andere“, sagt Falk. Goretzka könnte dort sofort eine zentrale Rolle einnehmen.
Nach mehreren erfolgreichen Jahren beim FC Bayern deutet vieles darauf hin, dass sich die Wege im Sommer trennen werden – ohne großes Drama, aber mit klarer Logik.
