Häme nach der ersten Bayern-Niederlage: Augsburg verspottet Kane

Vjekoslav Keskic

Die erste Bundesliga-Niederlage des FC Bayern in dieser Saison schmerzt – sportlich wie emotional. Nach dem 1:2 gegen den FC Augsburg folgte nun auch noch der Spott ausgerechnet vom bayerischen Nachbarn.

27 Bundesliga-Spiele in Serie war der FC Bayern ungeschlagen, seit März hatte es keine Niederlage mehr gegeben. Ausgerechnet gegen den FC Augsburg endete diese Serie – und das in der heimischen Allianz Arena. Für die Münchner um Superstar Harry Kane ist es ein herber Rückschlag, auch wenn der Vorsprung an der Tabellenspitze weiterhin komfortabel ist.

Während der FCA den Auswärtssieg ausgelassen feierte, konnten sich die Augsburger einen Seitenhieb nicht verkneifen. Auf dem offiziellen englischsprachigen X-Account des Klubs postete man einen scherzhaften Chat-Verlauf, der klar auf Harry Kane abzielte. Die Pointe: Ein Bild des Bayern-Stürmers als Antwort auf die Frage „Wann kommst du?“ – mit der Erklärung: „Das bedeutet, dass ich nicht auftauche.“

Kane bleibt blass – Augsburg nutzt die Bühne

Der Spott kam nicht aus dem Nichts. Kane erwischte gegen den FCA einen ungewohnt schwachen Tag. In der ersten Hälfte blieb der englische Torjäger 44 Minuten nahezu unsichtbar: kein Torschuss, keine Vorlage, kaum gewonnene Zweikämpfe. Insgesamt hakte das Offensivspiel der Bayern, der letzte Pass kam zu selten an, die Durchschlagskraft fehlte.

Dabei bleibt die Gesamtlage klar: Kane ist mit 21 Treffern weiterhin Torschützenkönig der Bundesliga und hat in allen Wettbewerben bereits 34 Tore erzielt. Augsburg hingegen steht im Tabellenmittelfeld und hat insgesamt nur 22 Ligatore auf dem Konto. Entsprechend gespalten fielen auch die Reaktionen auf den Post aus. Einige User erinnerten daran, dass Kane mehr Tore erzielt habe als der FCA insgesamt, andere quittierten den Seitenhieb mit Lach-Emojis.

Trainer Vincent Kompany zeigte sich nach dem Spiel nüchtern und ohne Ausreden. „Wir müssen akzeptieren, dass es heute nicht unser Tag ist. Wir haben verloren und müssen das auch richtig annehmen“, erklärte der Bayern-Coach. Die Niederlage sei schmerzhaft, ändere aber nichts an der grundsätzlichen Ausgangslage im Titelrennen.

Tatsächlich beträgt der Vorsprung der Münchner auf Verfolger Borussia Dortmund weiterhin acht Punkte. In der Liga gibt es für den Rekordmeister nach wie vor keinen ernsthaften Konkurrenten um die Meisterschaft.

Auch Leverkusen setzt eine Spitze

Nicht nur Augsburg nutzte den Moment für einen Seitenhieb. Auch Bayer Leverkusen meldete sich auf Social Media zu Wort. Der englische Account der Werkself postete trocken: „Liste der ungeschlagenen Meister in der Bundesliga-Geschichte. 1. Bayer 04 Leverkusen. Ende der Liste.“

Hintergrund ist die historische Saison 2023/24, in der Leverkusen als einziger Klub ohne Niederlage Meister wurde. Dieses Kunststück können die Bayern in der laufenden Spielzeit nun nicht mehr wiederholen.

Für den FC Bayern heißt es jetzt: abhaken, regenerieren und reagieren.

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