Erstmals seit fast einem Jahr geht der FC Bayern in der Bundesliga als Verlierer vom Platz. Nach dem 1:2 gegen den FC Augsburg sehen Joshua Kimmich und Vincent Kompany die Gründe dafür jedoch unterschiedlich.
Die erste Saisonniederlage gegen mutige Augsburger sorgt beim FC Bayern für Gesprächsbedarf. Besonders auffällig: Während Joshua Kimmich nach der Partie von fehlendem „Hunger“ sprach, sieht Trainer Vincent Kompany das ganz anders.
Nach über 300 Tagen ohne Bundesliga-Niederlage zeigte sich der Tabellenführer vor allem in der zweiten Hälfte ideenlos. Die Gäste aus Augsburg nutzten dies eiskalt aus und drehten das Spiel nach Rückstand durch Treffer von Arthur Chaves und Han-Noah Massengo.
Kompany dafür eine klare Erklärung: „Wir haben es versucht, aber wir haben nicht mehr die Energie gebracht und Augsburg die Chance gegeben, gefährlich zu sein.“
Kimmich vermisste den „Hunger“

Joshua Kimmich, der nach überstandener Verletzung erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, fand dagegen deutlichere Worte: „Schon ein bisschen der Hunger“ habe gefehlt, so der 30-Jährige. Dabei verwies er auch auf frühere Heimspiele wie gegen Mainz oder St. Pauli, in denen der FC Bayern ebenfalls nicht souverän agierte.
Darauf angesprochen stellte Vincent Kompany klar: „Vielleicht hat er das gesagt, aber der Hunger ist von unserer Seite immer da. Nur die Leistung ist manchmal nicht da.“
Trotz der Kritik einzelner Spieler stellte sich der Cheftrainer demonstrativ vor seine Mannschaft. Kompany verwies auf die intensive Belastung in den vergangenen Wochen: „Wir stecken in einer Phase, in der wir fünf Spiele machen in 13 Tagen.“ Dies sei ein Faktor, wenn die Leistung mal nicht stimme.
Kimmich und Kompany fordern Reaktion der Mannschaft
Kimmich wiederum hob hervor, dass die Mannschaft nicht an ihre Grenzen gegangen sei: „Wir müssen an unser Limit gehen – und das haben wir heute nicht getan.“
Trotz ihrer unterschiedlichen Sichtweisen waren sich Kompany und Kimmich in einem Punkt einig: Es muss eine Reaktion folgen. Kompany betonte: „Es geht um die Reaktion auf dem Platz. Das ist keine Garantie, aber da wissen wir, was wir machen müssen.“ Und auch Kimmich zeigte sich kämpferisch: „Das Entscheidende ist jetzt, wie wir darauf reagieren, und darauf freue ich mich.“
