Jamal Musiala wartet weiter auf seinen ersten Startelf-Einsatz nach der langen Verletzungspause. Auch gegen den FC Augsburg begann der Edeltechniker auf der Bank. Vincent Kompany erklärte, warum für den Bayern-Star derzeit noch Vorsicht geboten ist.
Nach seinem vielversprechenden Kurzeinsatz gegen RB Leipzig, bei dem Jamal Musiala in nur wenigen Minuten einen Assist lieferte, schien ein Startelf-Comeback gegen den FC Augsburg durchaus möglich. Zumal der 22-Jährige unter der Woche in der Champions League gegen Union Saint-Gilloise komplett geschont worden war. Doch Vincent Kompany entschied sich erneut gegen einen Einsatz von Beginn an.
Noch vor dem Spiel machte der Bayern-Trainer bei Sky deutlich, dass diese Entscheidung nichts mit sportlichen Erwägungen zu tun hatte. „Das ist rein sportmedizinisch im Moment“, erklärte Kompany und nahm damit bewusst Tempo aus der Debatte. Musiala dürfe aktuell schlichtweg nicht von Beginn an spielen. Ziel sei es vielmehr gewesen, ihm kontrolliert Minuten zu geben. Kompany hoffte, „dass er um die halbe Stunde spielen kann“, wollte den Spielverlauf dabei aber bewusst abwarten.
Der Einsatz nach rund einer Stunde zeigte, dass der Plan klar definiert ist: Belastungssteuerung statt Risiko. Musiala brachte nach seiner Einwechslung zwar kurzzeitig neue Dynamik ins Münchner Offensivspiel, konnte der Partie aber keinen entscheidenden Stempel mehr aufdrücken. Ein Tor oder Assist blieb ihm diesmal verwehrt – was angesichts der Vorsichtsmaßnahmen kaum überrascht.
Kompany erklärt Karl-Einsatz trotz Trainingsausfall

Neben der Musiala-Personalie sorgte auch die Startelf-Nominierung von Lennart Karl für Verwunderung. Noch am Freitag war davon ausgegangen worden, dass der Youngster nach dem verpassten Abschlusstraining nicht zur Verfügung stehen würde. Am Ende stand der 17-Jährige jedoch überraschend in der Anfangsformation.
Kompany klärte auch dieses Rätsel auf. „Heute Morgen war klar, dass er spielen kann“, erklärte der Belgier. Bei Karl habe es sich lediglich um einen Schlag gehandelt. „Ein Schlag tut weh, aber das kann man herauslaufen. Er hat alles mitgemacht, er ist fit.“ Im Gegensatz dazu musste Serge Gnabry mit einem Magen-Darm-Infekt tatsächlich passen und verfolgte die Partie von zu Hause aus.
