Warum Eberls Bayern-Zukunft aktuell noch nicht verhandelt wird

Felix Flechsig

Max Eberl hat sich beim FC Bayern etabliert. Sportlich wie strukturell genießt der 52-Jährige intern hohes Ansehen – dennoch wird eine Vertragsverlängerung an der Säbener Straße vorerst noch kein konkretes Thema.

Seit seinem Amtsantritt arbeitet Eberl gemeinsam mit Christoph Freund und Nils Schmadtke an der strategischen Neuausrichtung des Rekordmeisters. Die sportliche Entwicklung unter Vincent Kompany, die klare Kaderlinie und die spürbare Ruhe im Klub sprechen derzeit für die Verantwortlichen. Entsprechend positiv fällt auch die interne Bewertung der Führungsriege aus.

Nach Informationen von Sky kann sich Eberl sehr gut vorstellen, über seine aktuelle Vertragslaufzeit bis zum 30. Juni 2027 hinaus beim FC Bayern zu bleiben. Eine Verlängerung gilt demnach als realistisch – allerdings nicht kurzfristig. Der Grund liegt in vereinsinternen Statuten, die den zeitlichen Rahmen klar vorgeben.

Der für Eberls Vertrag zuständige Aufsichtsrat darf sich erst ab dem 1. Juli dieses Jahres offiziell mit einer möglichen Verlängerung beschäftigen. Vorher sind formelle Gespräche nicht vorgesehen, auch wenn hinter den Kulissen bereits ein Austausch stattfindet. Konkrete Verhandlungen werden daher frühestens im zweiten Halbjahr erwartet.

Die Vorzeichen stehen auf Verlängerung

Max Eberl
Foto: Getty Images

Die Vorzeichen stehen dennoch auf Kontinuität. In der Klubführung genießt Eberl Rückhalt, ebenso wie seine engsten Mitstreiter. Sollte der Sportvorstand selbst verlängern, würde er maßgeblich über die Zukunft von Christoph Freund entscheiden, dessen Vertrag ebenfalls bis 2027 läuft. Freund wiederum hat Einfluss auf die Personalie Nils Schmadtke, dessen Arbeitspapier bereits im September ausläuft. Die Weichenstellungen an der Säbener Straße hängen somit eng zusammen.

Eberl selbst gibt sich gewohnt reflektiert. Gegenüber Sky betonte er zuletzt, dass letztlich der Aufsichtsrat über seine Zukunft entscheiden werde. Seine eigene Rolle sieht er aktuell klar definiert: konzentriert arbeiten, Verantwortung übernehmen und den eingeschlagenen Weg fortsetzen. Die Arbeit beim FC Bayern bereite ihm Freude, sei intensiv, aber auch geprägt von vielen positiven Momenten.

Eine Kontaktaufnahme des Aufsichtsrats habe es bislang nicht gegeben, stellte Eberl klar. Druck verspürt man in München dennoch keinen. Vielmehr deutet alles darauf hin, dass sich beide Seiten Zeit lassen – und genau darin liegt derzeit die größte Stärke dieser Konstellation.

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