Winter-Transfer nicht ausgeschlossen: Legt Bayern in der Defensive nach?

Vjekoslav Keskic

Der FC Bayern hält auf dem internationalen Transfermarkt weiter Ausschau nach vielversprechenden Defensivspielern. Dabei ist ein junges Talent aus der Premier League verstärkt in den Fokus der Münchner gerückt.

Nach Informationen des Guardian beobachtet der deutsche Rekordmeister den 19-jährigen Josh Acheampong vom FC Chelsea sehr aufmerksam. In München gilt der Engländer als hochinteressante Option für die Zukunft, insbesondere aufgrund seiner außergewöhnlichen Vielseitigkeit. Acheampong kann sowohl als Rechts- und Linksverteidiger als auch im Abwehrzentrum oder im defensiven Mittelfeld eingesetzt werden – ein Profil, das beim FC Bayern grundsätzlich hochgeschätzt wird.

Aktuell schließen die Bayern einen Transfer noch in der laufenden Wechselperiode nicht vollständig aus, bevorzugen jedoch ein Vorgehen mit Geduld. Ein Wechsel im Sommer gilt intern als deutlich realistischer, da man den Markt in Ruhe sondieren und die weitere Entwicklung des Spielers abwarten möchte.

Chelsea will Acheampong unbedingt halten

Josh Acheampong
Foto: IMAGO

Ein schneller Deal dürfte allerdings kompliziert werden. Chelsea hat laut dem Guardian intern mehrfach betont, dass man Acheampong nicht abgeben möchte. Der Verteidiger stammt aus der eigenen Jugend der Blues und gilt vereinsintern als eines der größten Abwehrtalente Englands. Entsprechend klar ist die Haltung der Londoner: Acheampong soll gehalten und weiter aufgebaut werden.

Auch die vertragliche Situation spricht derzeit gegen einen kurzfristigen Wechsel. Acheampong ist noch bis 2029 an Chelsea gebunden, eine Ausstiegsklausel existiert nicht. Sein aktueller Marktwert wird auf rund 20 Millionen Euro taxiert, wobei Chelsea im Falle von Verhandlungen wohl eine deutlich höhere Ablöse fordern dürfte.

Viel Spielzeit trotz jungen Alters

Trotz seines jungen Alters kommt Acheampong in der laufenden Saison bereits auf 17 Pflichtspieleinsätze für Chelsea. Diese Einsatzzeiten auf höchstem Niveau haben auch das Interesse anderer Topklubs geweckt. In München sieht man den Engländer als potenzielles Zukunftsprojekt, das perspektivisch mehrere Defensivpositionen abdecken könnte – ein Aspekt, der im Zuge der laufenden Kaderplanung eine immer größere Rolle spielt.

Ob der FC Bayern tatsächlich Ernst macht, hängt nicht zuletzt von den weiteren Entwicklungen im eigenen Abwehrzentrum ab. Klar ist aber: Josh Acheampong steht auf der internen Liste – und dürfte auch in den kommenden Monaten intensiv beobachtet werden.

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