Der FC Bayern wirft frühzeitig den Blick auf den kommenden Transfer-Sommer – und hat dabei ein hochgehandeltes Mittelfeld-Talent ins Visier genommen. Christ Inao Oulai von Trabzonspor steht offenbar auf der Liste der Münchner.
Der Name Christ Inao Oulai kursiert zunehmend in den Scouting-Abteilungen europäischer Spitzenklubs. Wie der türkische Transfer-Experte Ekrem Konur berichtet, beschäftigt sich auch der FC Bayern intensiv mit dem 19-jährigen Mittelfeldspieler von Trabzonspor. Damit reiht sich der deutsche Rekordmeister in eine prominente Interessentenliste ein, zu der unter anderem Manchester City, Chelsea, Manchester United und die PSV Eindhoven gehören sollen.
Oulai hat sich in der laufenden Saison in der Süper Lig in bemerkenswertem Tempo etabliert. Trotz seines jungen Alters gehört der zentrale Mittelfeldspieler inzwischen zum Stammpersonal seines Klubs und überzeugt mit Reife, Dynamik und Spielintelligenz. In elf Pflichtspielen gelangen ihm zwei Treffer sowie drei weitere Torvorlagen – Werte, die für einen zentralen Mittelfeldspieler seines Profils unterstreichen, wie aktiv er am Offensivspiel beteiligt ist.
Trabzonspor fordert Mega-Ablöse

Besonders weit soll Chelsea im Werben um den ivorischen Nachwuchsspieler bereits sein. Medienberichten zufolge haben die Blues ein Angebot in Höhe von rund 40 Millionen Euro hinterlegt. Auch Galatasaray versuchte, Oulai innerhalb der Türkei zu halten, scheiterte jedoch mit einer Offerte über 20 Millionen Euro. Trabzonspor ließ beide Vorstöße abblitzen und setzte stattdessen ein klares Signal an den Markt.
Der Traditionsklub fordert demnach mindestens 50 Millionen Euro für sein Mittelfeld-Juwel – eine Summe, die verdeutlicht, welchen Stellenwert Oulai intern besitzt. Rückenwind erhält Trabzonspor durch die vertragliche Situation des Spielers. Oulai ist noch bis 2030 gebunden, wodurch der Klub keinerlei Verkaufsdruck verspürt und aus einer starken Position heraus verhandeln kann.
Für den FC Bayern stellt sich damit die grundsätzliche Frage nach der strategischen Einordnung. In München setzt man seit geraumer Zeit verstärkt auf eine Mischung aus entwicklungsfähigen Top-Talenten und sofortiger Qualität. Oulai würde in dieses Profil passen, zugleich wäre ein Investment in dieser Größenordnung ein klares Bekenntnis zu seiner langfristigen Rolle.
Ob die Bayern bereit sind, in einen offenen Bieterwettstreit mit der englischen Konkurrenz einzusteigen, ist eher unwahrscheinlich. Mit Nathan de Cat und Kenneth Eichhorn haben die Münchner zwei günstigere Optionen ins Auge gefasst..
