Givairo Read bleibt ein Bayern-Thema: Warum der Transfer aktuell auf Eis liegt

Felix Flechsig

Der FC Bayern sucht weiterhin nach einer langfristigen Lösung für die rechte Außenverteidigerposition. Einer der spannendsten Namen auf der internen Kandidatenliste ist Givairo Read. Doch neue Informationen zeigen: Ein schneller Deal ist derzeit nicht in Sicht.

Die Münchner beschäftigen sich nach wie vor intensiv mit dem 19 Jahre alten Rechtsverteidiger von Feyenoord Rotterdam. Givairo Read gilt an der Säbener Straße als eines der interessantesten Talente für diese Position und wird intern sehr hoch eingeschätzt. In den vergangenen Wochen war vereinzelt der Eindruck entstanden, ein möglicher Wechsel sei bereits weit fortgeschritten. Diese Einschätzung wurde nun jedoch deutlich relativiert.

Zwar haben die Bayern laut Sky sehr konkrete Gespräche mit der Spielerseite geführt und Read detailliert aufgezeigt, welche Perspektive man ihm beim Rekordmeister zutraut. Von einer bevorstehenden Einigung kann allerdings keine Rede sein. Der Niederländer steht langfristig bei Feyenoord unter Vertrag, zudem verfügt er über keine Ausstiegsklausel – ein Umstand, der die Verhandlungen erheblich erschwert.

Hohe Ablöse, klare Überzeugung

Nach Informationen von Sky liegt die finanzielle Schmerzgrenze für einen möglichen Transfer deutlich über 20 Millionen Euro, sogar eine Ablöse im Bereich von bis zu 30 Millionen Euro gilt als realistisch. Eine Summe, die die Bayern nicht leichtfertig investieren würden – und dennoch bleibt Read ein Spieler, dem man zutraut, den Kader nachhaltig zu verstärken.

Seine Dynamik, Athletik und Entwicklungskurve passen exakt in das Profil, das die sportliche Führung für die Zukunft der Rechtsverteidigerposition definiert hat. Dennoch agieren die Münchner bewusst zurückhaltend. Ein vorschneller Vorstoß ist aktuell nicht geplant.

Boey als Schlüssel zur Entscheidung

Der entscheidende Faktor im Read-Poker ist die aktuelle Kadersituation. Auf der rechten Abwehrseite sind die Bayern derzeit personell eigentlich gut besetzt – zumindest auf dem Papier. Genau das schränkt den Handlungsspielraum massiv ein. Solange kein Abgang erfolgt, ist ein konkretes Voranschreiten in der Causa Read kaum möglich.

Givairo Read
Foto: IMAGO

Der Spieler, der den Weg freimachen könnte, ist Sacha Boey. Wie der kicker berichtet, verfolgen mehrere Klubs die Situation des Franzosen aufmerksam. Unter anderem der FC Everton sowie Olympique Lyon und Olympique Marseille sollen interessiert sein. Konkrete Gespräche oder gar Verhandlungen gibt es bislang allerdings nicht. Ein schneller Winter-Abgang Boeys gilt daher als eher unwahrscheinlich.

Entsprechend liegen die Bemühungen der Bayern um Read aktuell auf Eis. Weder mit Feyenoord noch mit der Spielerseite laufen derzeit konkrete Transfergespräche. Der Name bleibt jedoch präsent. Givairo Read ist kein kurzfristiges Projekt, sondern ein Kandidat für die strategische Kaderplanung der kommenden Monate. Erst wenn sich personell etwas bewegt, könnte der Poker wieder Fahrt aufnehmen.

Teile diesen Artikel