Upamecano lässt Bayern zappeln: PSG und Real schöpfen neue Hoffnung

Vjekoslav Keskic

Die Geduld an der Säbener Straße wird zunehmend auf die Probe gestellt. Dayot Upamecano hat beim FC Bayern einen unterschriftsreifen Vertrag vorliegen – doch der Franzose zögert weiter. Das sorgt nicht nur intern für Unruhe, sondern weckt auch bei Europas Schwergewichten neue Hoffnungen.

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge liegt Upamecano seit Wochen ein neues Vertragsangebot des FC Bayern vor. Dieses soll dem 27-Jährigen ein Jahresgehalt von rund 20 Millionen Euro sowie ein Handgeld in ähnlicher Größenordnung sichern. Sportvorstand Max Eberl bestätigte zuletzt erneut, dass man in München auf eine finale Entscheidung des Innenverteidigers wartet – ohne ihm dabei offiziell eine Deadline zu setzen.

Klar ist jedoch: Jeder weitere Tag ohne Unterschrift erhöht das Risiko eines ablösefreien Abgangs im Sommer. Bayern-CEO Jan-Christian Dreesen hatte bereits zu Jahresbeginn unmissverständlich klargemacht, dass das vorliegende Angebot das finale sei. Eine finanzielle Nachbesserung wird es nicht geben.

Genau darin liegt offenbar der Knackpunkt. Wie die Abendzeitung München berichtet, gibt es aus Sicht der Spielerseite weiterhin Gesprächsbedarf – vor allem bei der Laufzeit des Vertrags sowie bei einer möglichen Ausstiegsklausel. Upamecano soll demnach auf eine Klausel drängen, die bereits ab Sommer 2027 greifen würde, also nur ein Jahr nach einer möglichen Verlängerung. Zudem ist offen, ob das neue Arbeitspapier bis 2030 oder 2031 laufen soll.

PSG und Real lauern auf ihre Chance

Dayot Upamecano
Foto: IMAGO

Diese Hängepartie bleibt auf dem europäischen Transfermarkt nicht unbemerkt. Laut Mundo Deportivo beobachten sowohl Paris Saint-Germain als auch Real Madrid die Situation sehr genau. Beide Klubs sollen weiterhin großes Interesse an dem französischen Nationalspieler haben.

Vor allem PSG wittert demnach die Chance auf einen ablösefreien Transfer im Sommer und wäre bereit, die Forderungen der Spielerseite weitgehend zu erfüllen. Auch Real Madrid soll Upamecano weiterhin auf dem Zettel haben, wenngleich dort die Prioritäten noch nicht abschließend geklärt sind.

An der Säbener Straße hofft man laut Sky, dass Upamecano noch bis zum Ende der laufenden Wintertransferperiode eine Entscheidung trifft – auch wenn offiziell kein Ultimatum ausgesprochen wurde. Klar ist: Je länger der Poker dauert, desto größer wird die Gefahr, dass der FC Bayern nicht mehr die Kontrolle über einen der wichtigsten Defensivspieler verliert.

Der Ball liegt weiter bei Dayot Upamecano. Und mit jedem Tag des Zögerns werden PSG und Real ein Stück optimistischer.

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