Sacha Boey steht beim FC Bayern sportlich weiter außen vor – und dennoch kam es bislang zu keinem Abschied. Der Grund dafür liegt offenbar weniger an fehlendem Interesse anderer Klubs, sondern vielmehr an den finanziellen Rahmenbedingungen.
Nach Informationen der Sport BILD lagen dem Rechtsverteidiger bereits Angebote für einen Wechsel vor. Vereine signalisierten demnach Interesse, Boey hätte dort deutlich bessere Chancen auf regelmäßige Spielzeit gehabt. Dennoch entschied sich der Franzose wiederholt gegen einen Abschied aus München.
Der Hauptgrund: sein Vertrag beim FC Bayern. Boey verdient beim Rekordmeister ein vergleichsweise hohes Gehalt, das laut dem Bericht auf rund drei Millionen Euro pro Jahr geschätzt wird. Dieses Salär kann oder will aktuell kaum ein interessierter Klub mitgehen – zumindest nicht in der Kombination aus fixer Vergütung und Vertragslaufzeit, wie sie Boey in München besitzt.
Boey: Finanzieller Komfort statt Neustart?
Intern ist bekannt, dass Boey sich der sportlichen Situation bewusst ist. Trotzdem überwog bislang die wirtschaftliche Sicherheit. Ein Wechsel hätte für ihn finanzielle Abstriche bedeutet, selbst wenn sportlich ein Neustart mit mehr Einsatzzeiten möglich gewesen wäre. Genau diesen Schritt wollte der 25-Jährige bislang nicht gehen.

Für den FC Bayern erschwert das die Situation erheblich. Sportlich ist Boey kein Faktor mehr, gleichzeitig blockiert sein Gehalt einen Transfer. Potenzielle Abnehmer zögern, da sie weder das Bayern-Niveau beim Salär noch das finanzielle Risiko eines Spielers ohne Rhythmus tragen wollen.
An der Säbener Straße hofft man dennoch, dass sich die Lage noch verändert. Sollte Boey weiter auf seinem aktuellen Vertrag bestehen, droht eine längere Hängepartie. Für den Klub bedeutet das gebundenes Gehalt ohne sportlichen Gegenwert, für den Spieler Stillstand in einer entscheidenden Phase seiner Karriere.
