Michael Olise hat sich beim FC Bayern in kürzester Zeit zu einem der effektivsten Vorlagengeber Europas entwickelt. Der Franzose ist in dieser Saison der kreative Motor der Münchner – und rückt dabei historische Bestmarken ins Visier.
Auch die erste Bundesliga-Niederlage der Saison konnte Olises Lauf nicht stoppen. Beim 1:2 gegen den FC Augsburg bereitete der 24-Jährige per punktgenauer Ecke das zwischenzeitliche 1:0 durch Hiroki Ito vor. Es war bereits das vierte Ligaspiel in Folge, in dem Olise mindestens einen Assist verbuchte – eine Serie, die seine enorme Konstanz unterstreicht.
Auf Kurs Richtung Müller-Rekord

Mit inzwischen 16 Vorlagen in 19 Spielen in der Bundesliga spielt Olise statistisch auf einem Niveau, das selbst in München Seltenheitswert hat. Seine Quote von 0,8 Assists pro Partie würde hochgerechnet locker reichen, um den bisherigen Bundesliga-Rekord von Thomas Müller aus der Triple-Saison 2019/20 zu übertreffen. Damals kam Müller auf 21 Torvorlagen – eine Marke, die über Jahre als nahezu unerreichbar galt.
Olise hat noch 15 Ligaspiele Zeit, diese Bestmarke zu knacken. Angesichts seiner aktuellen Form wirkt das weniger als eine Frage des Ob, sondern vielmehr als eine des Wann. Auffällig ist dabei nicht nur die Anzahl der Assists, sondern auch ihre Vielfalt: Ecken, Steckpässe, Flanken aus dem Halbfeld – Olise ist aus nahezu jeder Spielsituation heraus gefährlich.
Auch Messi rückt in Reichweite
Doch der Blick des Franzosen reicht längst über die Bundesliga hinaus. Wettbewerbsübergreifend kommt Olise in Bundesliga, Champions League und DFB-Pokal bereits auf 22 direkte Torvorlagen. Damit rückt sogar die legendäre Marke von Lionel Messi ins Blickfeld, der in der Saison 2011/12 für den FC Barcelona 30 Tore vorbereitete.
Noch ist diese Bestmarke ein Stück entfernt, doch die Dynamik spricht für Olise. Mit seiner Spielintelligenz, seinem präzisen linken Fuß und der engen Abstimmung mit Spielern wie Harry Kane und Luis Diaz ist er prädestiniert dafür, seine Zahlen weiter nach oben zu schrauben. Beim FC Bayern profitiert er zudem von einem System, das offensive Freiheit belohnt und kreative Entscheidungen fördert.
