Die Spekulationen um die Zukunft von Leon Goretzka beim FC Bayern nehmen weiter Fahrt auf. Vor dem Champions-League-Spiel bei der PSV Eindhoven äußerte sich Trainer Vincent Kompany zur aktuellen Lage – und machte dabei deutlich, dass ein möglicher Abschied nicht allein in seinen Händen liegt.
„Diese Entscheidungen werden nicht nur vom Cheftrainer getroffen“, stellte Kompany klar. Bei Personalfragen gebe es stets einen engen Austausch mit Sportvorstand Max Eberl und Sportdirektor Christoph Freund. Mit einem Augenzwinkern ergänzte der Belgier mit Blick auf weitere Entscheidungsträger: „Und dann noch die da oben.“
Kompany hält sich bei Goretzka bewusst zurück
Der Bayern-Trainer betonte, dass sein Fokus zuletzt vollständig auf das sportliche Geschehen gerichtet war. „Ich habe in den letzten 48 Stunden nur über PSV gesprochen“, erklärte Kompany. Entsprechend könne er bei Fragen zur Zukunft von Goretzka „nicht viel weiterhelfen“. Ein klares Dementi eines möglichen Abschieds klingt anders – gleichzeitig schob Kompany die Verantwortung bewusst von sich weg.
Hintergrund der Diskussionen ist die unklare Vertragssituation des Mittelfeldspielers. Goretzkas Arbeitspapier läuft im Sommer aus, eine Verlängerung gilt intern als eher unwahrscheinlich. Seit Dienstag kursieren daher vermehrt Gerüchte über einen möglichen Wechsel noch in diesem Winter.
Atlético-Gespräche sorgen für Rätselraten
Brisant: Atlético Madrids Sportchef Mateu Alemany hält sich aktuell in München auf und soll Gespräche mit der Berateragentur ROOF führen, die auch Goretzka vertritt. Spanische Medien berichten von einem möglichen sofortigen Wechsel des 30-Jährigen nach Madrid. Nach Informationen von Sky ist jedoch noch offen, ob es dabei um einen Wintertransfer oder ein Engagement ab Sommer geht.

Auch laut BILD wären die Bayern grundsätzlich gesprächsbereit, Goretzka noch in diesem Transferfenster abzugeben – vorausgesetzt, die Ablösesumme stimmt. Neben Atlético wurden zuletzt auch die AC Milan sowie mehrere Klubs aus der Premier League mit dem Mittelfeldspieler in Verbindung gebracht.
Ein Abschied Goretzkas würde den Münchnern nicht nur finanziellen Spielraum verschaffen, sondern auch die Gehaltsstruktur entlasten. Zudem könnte der FC Bayern im Gegenzug selbst noch einmal auf dem Winter-Transfermarkt aktiv werden. Sportlich spielt Goretzka unter Kompany derzeit eine eher untergeordnete Rolle, auch wenn er zuletzt wieder mehr Einsatzminuten sammelte.
Leon Goretzka war 2018 vom FC Schalke 04 zum FC Bayern gewechselt und verlängerte seinen Vertrag 2021 bis zum 30. Juni 2026. Ob diese Laufzeit tatsächlich ausgeschöpft wird oder es noch zu einem Blitz-Abgang kommt, dürfte sich in den kommenden Tagen entscheiden.
