Mark van Bommel kann sich einen Trainerjob beim FC Bayern grundsätzlich vorstellen – zumindest schließt er ihn nicht aus. Der frühere Kapitän des Rekordmeisters äußerte sich in einem Interview mit der Abendzeitung offen über seine Zukunft als Coach und sprach dabei auch über eine mögliche Rückkehr nach München.
Auf die Frage, was passieren würde, wenn sich eines Tages Uli Hoeneß oder Sportvorstand Max Eberl melden sollten, antwortete der Niederländer zunächst diplomatisch: „Das kann sein.“ Ein klares Bekenntnis oder eine Absage folgte nicht, stattdessen ergänzte van Bommel: „Das kommt darauf an, was sie fragen.“
Der 47-Jährige, der von 2006 bis 2011 für den FC Bayern spielte und zweieinhalb Jahre Kapitän war, ist aktuell ohne Verein. Nach seinem erfolgreichen Engagement bei Royal Antwerpen, das er 2023 mit dem Double aus belgischer Meisterschaft und Pokal krönte, verließ er den Klub im Mai 2024 vorzeitig. Seitdem hat van Bommel bewusst pausiert.
„Ich bin nicht ungeduldig, aber habe Lust“, stellte er klar und erklärte seine aktuelle Situation. Im ersten Jahr nach seinem Abschied habe es durchaus Anfragen gegeben, doch ein Einstieg mitten in der Saison kam für ihn nicht infrage. Im vergangenen Sommer habe er eigentlich wieder anfangen wollen, entschied sich dann aber anders: „Dann hat sich Ruben das Kreuzband gerissen. Für mich war dann die Entscheidung klar: Ich bleibe bei meinem Sohn, bis er wieder auf die Beine kommt.“
Van Bommel: „Wäre schön, wieder eine Mannschaft zu übernehmen“
Van Bommel betonte, dass er sich bewusst Zeit nimmt und nichts erzwingen will. Gleichzeitig ist der Wunsch nach einer Rückkehr auf die Trainerbank klar erkennbar. „Es wäre schön, wieder eine Mannschaft zu übernehmen und meine Idee, Fußball zu spielen, zu vermitteln“, sagte der ehemalige Mittelfeldspieler, der als Profi für seine Führungsstärke und Aggressivität bekannt war.

Den FC Bayern verfolgt van Bommel weiterhin genau. Die aktuelle Mannschaft von Vincent Kompany bezeichnete er als „hervorragend“, lobte die Spielidee des Trainers und verwies auf dessen Ausbildung unter Pep Guardiola. Auch das Umfeld in München kennt er gut – und weiß, worauf es dort ankommt. Entscheidend sei vor allem, Ruhe auszustrahlen: Als Bayern-Trainer dürfe man „nicht zu aufgedreht sein“.
Der Kontakt nach München ist nie ganz abgerissen. Vor allem zu Uli Hoeneß bestehe weiterhin ein Draht, wenn auch nicht im Alltag. Begegnungen gebe es vor allem bei Events wie zuletzt beim Legenden-Turnier im SAP Garden.
