Leon Goretzka spricht über seine Zukunft und sendet dabei eine deutliche Botschaft in Richtung der Bayern-Verantwortlichen. Der Mittelfeldspieler macht klar, was er vom Klub erwartet und verweist auf einen prominenten Fall aus der jüngeren Vergangenheit.
In einem Interview mit der Zeit äußerte sich Goretzka offen zu möglichen Szenarien für seine Zukunft. Der 30-Jährige, dessen Vertrag beim FC Bayern noch bis Sommer 2026 läuft, lässt sich alle Optionen offen: “Ich werde mir alles anhören und gut abwägen. Ich freue mich auf die Gespräche, die stattfinden werden.” Besonders wichtig sei für ihn dabei, dass der Verein „ehrlich“ und „vertraulich“ mit ihm umgehe. Und er fügte hinzu: “Ich wäre enttäuscht, wenn es bei mir so laufen würde [wie bei Thomas Müller].”
Mit dieser Aussage spielt Goretzka auf das unrühmliche Ende von Müllers Bayern-Karriere an. Der Klub hatte zunächst eine Vertragsverlängerung mit dem Urgestein angedeutet, entschied sich dann aber kurzfristig dagegen. Müller wechselte daraufhin zu den Vancouver Whitecaps nach Kanada. Derartige Umgangsformen will Goretzka für sich ausschließen – ein klares Signal an die Klubführung um Max Eberl.
Atlético macht Ernst bei Goretzka

Gleichzeitig deutet sich ein möglicher Abschied des Nationalspielers an. Nach Informationen der Marca hat Atlético Madrid ein offizielles Angebot für Goretzka abgegeben. Demnach bieten die Spanier zwischen zwei und drei Millionen Euro Ablöse und würden das komplette Gehalt des Spielers für den Rest der Saison übernehmen.
Der Mittelfeldmann selbst soll dem Wechsel grundsätzlich offen gegenüberstehen. Eine Einigung zwischen beiden Klubs gilt als wahrscheinlich, vorausgesetzt die Bayern akzeptieren die Konditionen. Wie Sky berichtete, ist der Rekordmeister bereit, Goretzka ziehen zu lassen, sofern das Angebot den Vorstellungen entspricht.
Trainer Vincent Kompany verwies nach dem Auswärtssieg in Eindhoven auf anstehende interne Gespräche zur Kaderplanung: „Es geht darum, was richtig ist für Leon, den FC Bayern und die Mannschaft.“
Die sportliche Lage des zentralen Mittelfeldspielers ist unterdessen angespannt. Kompany setzte zuletzt meist auf die Doppel-Sechs aus Aleksandar Pavlovic und Joshua Kimmich, auch Tom Bischof bekam zuletzt den Vorzug.
