Der FC Bayern sondiert weiterhin intensiv den Markt für Innenverteidiger. Dabei rückt nun ein Name aus der Serie A in den Fokus, der es in sich hat. Ein erst 17 Jahre altes Abwehrtalent von Atalanta Bergamo wird beim Rekordmeister offenbar genau beobachtet – und könnte im Sommer zum millionenschweren Thema werden.
Wie Sky berichtet, beschäftigt sich der FC Bayern mit Honest Ahanor von Atalanta Bergamo. Die Münchner sollen den jungen Innenverteidiger schon seit geraumer Zeit verfolgen und ihn als potenzielle Verstärkung für den kommenden Sommer auf dem Zettel haben. Beim FCB gilt der 17-Jährige, der im Februar volljährig wird, als äußerst spannender Akteur mit außergewöhnlichem Entwicklungspotenzial.
Ahanor passt auch aus struktureller Sicht ins gewünschte Profil der Bayern. Der Defensivspieler ist Linksfuß – ein Merkmal, das im aktuellen Kader eher rar gesät ist. Im Abwehrzentrum steht mit Hiroki Ito derzeit nur eine natürliche Option für diese Seite zur Verfügung. Der Japaner hatte in seinen bisherigen eineinhalb Jahren in München jedoch immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen, was die personelle Planung zusätzlich erschwert hat.
Ahanor steht bei Atalanta noch bis 2028 unter Vertrag, könnte den Klub aber bereits im Sommer verlassen. Laut Sky würde ein Transfer eine Ablösesumme zwischen 50 und 65 Millionen Euro erfordern. Eine Größenordnung, die selbst für den FC Bayern eine ernsthafte Investition darstellen würde – insbesondere angesichts des jungen Alters des Spielers.
Stammspieler mit 17 – Ahanors rasanter Aufstieg in Bergamo

Dass Ahanor inzwischen auf den Radar zahlreicher Topklubs geraten ist, kommt nicht von ungefähr. Der Innenverteidiger, der nigerianische Wurzeln hat, wechselte erst im vergangenen Sommer für rund 17 Millionen Euro von seinem Jugendklub FC Genua zu Atalanta Bergamo. Dort gelang ihm in bemerkenswert kurzer Zeit der Durchbruch.
Im Verlauf der Saison erarbeitete sich Ahanor einen Stammplatz und stand zuletzt fünfmal in Folge in der Startelf. Insgesamt kommt er bereits auf 20 Pflichtspieleinsätze für Atalanta und erzielte dabei ein Tor. Für einen Spieler seines Alters ist das eine außergewöhnliche Quote, zumal auf einer Position, die normalerweise Erfahrung und taktische Reife erfordert.
Neben dem FC Bayern sollen auch zahlreiche weitere europäische Schwergewichte Interesse an Ahanor zeigen. Beim Rekordmeister gilt der Teenager laut Sky jedoch nicht als absolute Toplösung, sondern eher als Option, falls sich andere Transferziele zerschlagen. Dazu zählt unter anderem Jeremy Jacquet von Stade Rennes, der ebenfalls intensiv beobachtet wird, jedoch auch beim FC Chelsea hoch im Kurs stehen soll und aktuell eher zu einem Wechsel nach London tendiert.
Abwehrzentrum vor Umbruch – Kim als möglicher Schlüssel
Unabhängig vom konkreten Namen deutet vieles darauf hin, dass sich im Abwehrzentrum des FC Bayern im Sommer etwas bewegen könnte. Mit Dayot Upamecano und Jonathan Tah verfügen die Münchner über ein gesetztes Stammduo. Upamecanos Vertrag läuft zwar am Saisonende aus, eine Verlängerung gilt jedoch als wahrscheinlich.
Spannend wird es auf den Kaderplätzen dahinter. Min-jae Kim gilt als Verkaufskandidat für den Sommer. Der Südkoreaner hätte den Verein offenbar bereits im noch bis zum 2. Februar geöffneten Wintertransferfenster verlassen dürfen, lehnte jedoch sämtliche Angebote ab. Kim will zunächst abwarten, ob sich seine sportliche Situation im weiteren Saisonverlauf verbessert. Sollte dies nicht der Fall sein, könnte es im Sommer zu einem Abschied kommen. Interesse soll es unter anderem aus der Premier League und aus Italien geben.
Ein möglicher Abgang Kims würde beim FC Bayern nicht nur finanziellen Spielraum schaffen, sondern auch einen Kaderplatz im Abwehrzentrum freimachen. Genau hier könnte ein Talent wie Honest Ahanor ins Spiel kommen – entweder als sofortige Investition in die Zukunft oder als strategischer Baustein für den nächsten Kaderzyklus.
Ob der FC Bayern tatsächlich bereit ist, bis zu 65 Millionen Euro für einen Teenager auszugeben, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Die Münchner haben den Markt im Blick – und scheuen sich nicht, auch bei den größten Talenten Europas frühzeitig genau hinzuschauen.
