Konrad Laimer hat sich unter Vincent Kompany zu einem der wichtigsten Spieler im Kader des FC Bayern entwickelt. Trotz seiner sportlichen Bedeutung ist die Zukunft des Österreichers derzeit jedoch noch nicht abschließend geklärt. Eine Vertragsverlängerung ist zwar weiterhin geplant, liegt aktuell aber auf Eis.
Als Konrad Laimer im Sommer 2023 ablösefrei von RB Leipzig zum FC Bayern wechselte, galt er als strategische Ergänzung für die Kaderbreite. Ein Spieler, der mehrere Positionen abdecken kann, zuverlässig ist und dem Trainer Optionen eröffnet. Knapp drei Jahre später hat sich dieses Bild grundlegend verändert. Unter Vincent Kompany entwickelte sich der 28-Jährige zu einem absoluten Leistungsträger und Stammspieler.
Besonders auf der rechten Abwehrseite überzeugte Laimer mit Konstanz, Intensität und taktischer Disziplin. In dieser Saison zählt er zu den formstärksten Rechtsverteidigern in Europa und ist aus dem System des Bayern-Trainers kaum wegzudenken. Seine Vielseitigkeit bleibt dabei ein zentraler Faktor. Ob als Sechser, Achter oder auf beiden Außenverteidigerpositionen – Laimer liefert unabhängig von seiner Rolle konstant ab. Aktuell fehlt der Österreicher den Münchnern allerdings verletzungsbedingt. Ein Muskelfaserriss setzt ihn vorübergehend außer Gefecht.
Verlängerung gewollt – aber kein Selbstläufer

Intern ist die Linie beim FC Bayern eigentlich klar. Wie bereits Ende des vergangenen Jahres bekannt wurde, wollen die Verantwortlichen den Vertrag von Laimer gerne vorzeitig verlängern. Der Mittelfeld-Allrounder ist noch bis 2027 an den Rekordmeister gebunden, dennoch gibt es sowohl von Kompany als auch aus der sportlichen Führungsetage Rückendeckung für einen langfristigen Verbleib.
Ganz so einfach gestaltet sich die Umsetzung allerdings nicht. Wie die BILD zuletzt berichtete, ist eine Verlängerung kein Selbstläufer. Laimer gehört mit einem Jahresgehalt von rund neun Millionen Euro nicht zu den Topverdienern im Kader. Angesichts seiner Rolle als Stammspieler und Leistungsträger müssten die Bayern ihm demnach ein deutlich verbessertes Gehalt anbieten. Intern ist von einem „Stammspieler-Gehalt“ die Rede, das klar über dem aktuellen Salär liegen würde.
Für Laimer selbst ist die Situation ebenfalls besonders. Mit 28 Jahren steht der ÖFB-Kicker vor dem womöglich letzten großen Vertrag seiner Karriere. Entsprechend hoch sind seine Erwartungen. Aus seinem Umfeld ist zu hören, dass ein neuer Kontrakt finanziell einen spürbaren Schritt nach vorne bedeuten muss. Genau hier liegt offenbar der Knackpunkt der Gespräche.
Gespräche derzeit „auf Eis“
Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang eine aktuelle Einschätzung von Transfer-Insider Florian Plettenberg. Wie der Sky-Reporter berichtet, liegt die Verlängerung „aktuell etwas auf Eis“. Konkrete Gründe nannte Plettenberg nicht. Gleichzeitig betonte er jedoch, dass vieles dafür spreche, dass Laimer am Ende dennoch seinen Vertrag beim FC Bayern verlängern wird. Eine schnelle Einigung sei allerdings nicht zu erwarten.
Diese Einschätzung passt zur aktuellen Gemengelage an der Säbener Straße. Während die Bayern zuletzt vor allem mit der Personalie Dayot Upamecano Schlagzeilen machten, laufen im Hintergrund mehrere Vertragsverhandlungen parallel. Prioritäten, finanzielle Rahmenbedingungen und sportliche Planungen müssen dabei sorgfältig aufeinander abgestimmt werden.
Für den FC Bayern spricht vieles dafür, Laimer langfristig zu halten. Seine Mentalität, seine Flexibilität und seine Konstanz passen ideal zu Kompanys Spielidee. Gleichzeitig wollen die Münchner ihre Gehaltsstruktur im Blick behalten und nicht vorschnell Entscheidungen treffen. Laimer wiederum weiß um seinen Stellenwert und will diesen auch vertraglich entsprechend abgebildet sehen.
