Viele Namen, keine Eile: So plant Bayern den Transfer-Sommer 2026

Vjekoslav Keskic

Der FC Bayern hält den Transfermarkt permanent im Blick – doch konkrete Schritte lässt man bewusst offen. Nun wurde neue Details bekannt, warum viele Profile geprüft werden, ohne dass sofort verhandelt wird.

In der aktuellen Episode des BILD-Podcasts Bayern Insider haben sich die beiden Experten Christian Falk und Tobi Altschäffl intensiv mit den Transferplanungen der Münchner für die Defensive auseinandergesetzt.

Die Abwehr ist und bleibt eine der zentralen Baustellen beim FC Bayern. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Münchner bei jedem neuen Namen sofort aktiv werden. Vielmehr verfolgen die Verantwortlichen einen strategischen Ansatz, der auf Vorbereitung statt Aktionismus setzt. „Sie müssen ja was machen – gerade in der Defensive“, bringt Falk die Grundhaltung auf den Punkt. Entscheidend ist dabei nicht die Geschwindigkeit, sondern der richtige Moment.

Marktbeobachtung statt Transferdruck

Christoph Freund, Max Eberl
Foto: IMAGO

Intern ist die Lage klar umrissen. Der FC Bayern weiß, dass sich in der Defensive Veränderungen ergeben können – abhängig von Vertragsentscheidungen, Abgängen und Verletzungsentwicklungen. Genau deshalb läuft im Hintergrund eine intensive Marktbeobachtung. Altschäffl ordnet ein, dass viele Namen kursieren, ohne dass daraus automatisch Gespräche entstehen. Beobachten heißt nicht verhandeln.

Diese Vorgehensweise ist bewusst gewählt. Der Klub möchte handlungsfähig sein, falls sich eine Tür öffnet – sei es durch einen möglichen Abgang oder eine plötzliche Gelegenheit auf dem Markt. Gleichzeitig will man vermeiden, frühzeitig Preisvorstellungen zu treiben oder sich in eine Verhandlungsposition drängen zu lassen.

Abhängigkeit von internen Entscheidungen

Ein zentraler Faktor ist die eigene Kaderstruktur. Solange Schlüsselpersonalien (Dayot Upamecano) ungeklärt sind, bleibt Zurückhaltung die logischste Option. Der FC Bayern plant nicht losgelöst vom eigenen Kader, sondern reagiert auf interne Entwicklungen. Genau deshalb stehen viele Verteidiger zwar auf Listen, werden aber nicht aktiv kontaktiert.

Falk macht deutlich, dass diese Listen Teil der täglichen Arbeit sind. Sie dienen der Vorbereitung. Erst wenn intern Klarheit herrscht, wird aus Beobachtung konkrete Bewegung.

Die Münchner denken dabei in Ketten. Ein Abgang kann mehrere Transfers auslösen, eine Verlängerung wiederum alles blockieren. Deshalb bleibt die Defensive ein sensibles Domino-Spiel. Jeder vorschnelle Schritt könnte sich später als teuer oder unnötig erweisen.

Altschäffl betont, dass der FC Bayern diese Lektion in den vergangenen Jahren gelernt hat. Statt hektischer Winter-Deals setzt man auf Struktur, Timing und Verhandlungsmacht.

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