Der FC Bayern könnte in den kommenden Wochen ein vielversprechendes Talent vorübergehend abgeben. Nach BILD-Informationen beschäftigen sich die Verantwortlichen des AC Mailand intensiv mit Magnus Dalpiaz. Eine Leihe ins Ausland steht dabei konkret zur Diskussion.
Wie die BILD berichtet, laufen derzeit Gespräche zwischen dem FC Bayern und dem AC Mailand über eine mögliche Leihe von Magnus Dalpiaz. Der 18-jährige Verteidiger gilt am Bayern-Campus als eines der spannendsten Talente seines Jahrgangs, hat im Profi-Kader des Rekordmeisters bislang jedoch noch keine feste Rolle.
Im Raum steht ein Modell, das für beide Seiten attraktiv sein soll. Mailand würde Dalpiaz zunächst ausleihen und sich dabei eine Kaufoption sichern. Gleichzeitig wollen die Münchner ein Rückkaufrecht verankern, um langfristig die Kontrolle über die sportliche Zukunft des Spielers zu behalten. Über konkrete Zahlen wird aktuell verhandelt, die Kaufoption soll sich im moderaten Millionenbereich bewegen, während das Rückkaufrecht für den FC Bayern deutlich höher angesetzt wäre.
Für die Rossoneri ist Dalpiaz demnach kein kurzfristiger Soforthilfe-Transfer, sondern ein Entwicklungsprojekt mit klarer Perspektive. In Mailand traut man dem Youngster zu, frühzeitig an den Profi-Kader herangeführt zu werden und parallel Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln. Der Klub hat in den vergangenen Jahren mehrfach bewiesen, dass er junge Spieler strukturiert aufbaut und ihnen schrittweise Verantwortung überträgt.
Dalpiaz ohne klare Perspektive bei Bayern

Aus Sicht des FC Bayern wäre eine Leihe ins Ausland ein logischer Schritt. Dalpiaz gilt intern als hochveranlagt, ist aber aktuell noch ohne klare Perspektive im Profi-Team. Der Konkurrenzkampf auf den Außenverteidigerpositionen ist groß, regelmäßige Einsatzzeiten wären in München kurzfristig kaum garantiert.
Eine Leihe zu einem renommierten Klub wie dem AC Mailand könnte dem Verteidiger helfen, wichtige Spielpraxis zu sammeln und sich auf internationalem Niveau weiterzuentwickeln. Genau dieses Modell hat der FC Bayern in der Vergangenheit mehrfach genutzt, um Talente an den Profifußball heranzuführen, ohne sie dauerhaft abzugeben.
Spannend ist dabei auch der vertragliche Rahmen. Dalpiaz hat seinen Vertrag beim FC Bayern erst im April 2025 vorzeitig bis 2028 verlängert. Die Münchner haben damit frühzeitig ein klares Signal gesetzt, dass sie langfristig an den Spieler glauben und ihn nicht aus der Hand geben wollen.
Weinzierl lobte Dalpiaz als „Top-Außenverteidiger“
Schon bei der Vertragsverlängerung fand Campus-Boss Markus Weinzierl deutliche Worte für den jungen Abwehrspieler. „Magnus ist ein Top-Außenverteidiger, der zusätzlich auch noch Torgefahr ausstrahlt. Wir glauben an sein großes Potenzial und freuen uns sehr, dass wir ihn von einem weiteren gemeinsamen Weg überzeugen konnten“, sagte Weinzierl damals. Gleichzeitig betonte er: „Wir sind sehr gespannt auf seine nächsten Entwicklungsschritte.“
Diese nächsten Schritte könnten nun in Italien erfolgen. Der AC Mailand gilt als anspruchsvolles, aber förderndes Umfeld für junge Spieler. Gerade in der Serie A wird viel Wert auf taktische Schulung gelegt – ein Aspekt, der Dalpiaz in seiner Entwicklung weiterhelfen könnte.
Dalpiaz’ Werdegang ist ohnehin außergewöhnlich. Der Verteidiger ist der Sohn des ehemaligen österreichischen Eishockey-Nationaltorhüters Claus Dalpiaz. Geboren wurde Magnus in Innsbruck, sportlich ist er jedoch in Deutschland groß geworden. Über den TSV Neubeuern und den TSV Brannenburg führte sein Weg 2016 in die Jugend der SpVgg Unterhaching, ehe er dreieinhalb Jahre später zum FC Bayern wechselte.
International lief Dalpiaz bislang ausschließlich für die österreichischen Junioren-Nationalteams auf, aktuell gehört er zur U18-Auswahl. Seine fußballerische Ausbildung erhielt er jedoch vollständig in Deutschland – ein Umstand, der ihn für viele Klubs besonders interessant macht.
