„Überfordert“: Eberl kritisiert Schiedsrichter Osmers scharf

Tim Schoster
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Nach dem nächsten Punktverlust des FC Bayern ist die Stimmung angespannt. Sportvorstand Max Eberl fand nach dem Remis klare Worte. Besonders die Leistung des Schiedsrichters rückte dabei in den Fokus.


Der Rekordmeister kam im Topspiel beim Hamburger SV nicht über ein 2:2 hinaus. Nach dem frühen Rückstand drehten die Münchner zwar nach der Pause die Partie, konnten die Führung im Volksparkstadion aber nicht ins Ziel bringen. Damit blieb der FC Bayern auch nach der Niederlage gegen Augsburg ohne Sieg.

Eberl ordnete die Situation anschließend grundsätzlich ein und sprach von einer Phase, „in der es sofort losgeht“, wenn Punkte liegen gelassen werden. Der 52-Jährige machte deutlich, dass die vergangenen Wochen Spuren hinterlassen haben. „Wir kommen jetzt in eine ganz normale Phase beim FC Bayern“, erklärte er und verwies auf die hohe Schlagzahl der vergangenen Monate mit zahlreichen intensiven Partien.

Kritik an Osmers – aber ohne Ausrede

Lennart Karl
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Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stand jedoch auch der Auftritt von Referee Harm Osmers. Eberl schilderte die Umstände im Volksparkstadion und betonte: „Du musstest gegen extreme Widrigkeiten kämpfen: ein Stadion, das komplett hinter dieser Mannschaft steht, und ein Schiedsrichter, der in einigen Situationen überfordert wirkte und vieles nicht gut eingeschätzt hat.“ Gleichzeitig schob er nach: „Das ist keine Entschuldigung und keine Ausrede.“

Sportlich sah Eberl die Ursachen dennoch auch bei den Münchnern selbst. Sowohl gegen Augsburg als auch in Hamburg habe man Führungen nicht sauber zu Ende gespielt. „Den Gegentreffer hätten wir trotzdem besser verteidigen können“, stellte er klar und verwies auf die eigene Verantwortung der Mannschaft.

Abschließend ging der Sportvorstand erneut auf die Belastung ein, der das Team zuletzt ausgesetzt war. „In 24 Tagen fast 20 Spiele, davon zehn extrem intensive Partien“, zählte Eberl auf und sprach von sehr harten Monaten. Nun stehe erstmals wieder eine ruhigere Phase an: „Wir können einmal eine Woche ausspannen und den Akku aufladen – vor allem mental. Physisch sind wir gut drauf.“

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