Der FC Bayern steht kurz vor Ende der Transferperiode vor einer weiteren Personalentscheidung. Bryan Zaragoza wird den Rekordmeister erneut verlassen – diesmal führt sein Weg nach Italien. Die Münchner haben sich mit der AS Rom auf ein Leihgeschäft mit klarer Perspektive auf einen festen Transfer geeinigt.
Wie Transfer-Experte Fabrizio Romano am späten Sonntagabend berichtet, besteht eine vollständige Einigung zwischen dem FC Bayern und der AS Rom. Zaragoza soll bis zum Ende der laufenden Saison in der Serie A spielen. Teil des Deals ist eine Kaufoption, die unter bestimmten Voraussetzungen sogar zu einer Kaufpflicht werden kann. Damit deutet vieles darauf hin, dass sich das Kapitel Zaragoza in München endgültig schließen könnte.
Kaufpflicht bei Champions-League-Qualifikation möglich
Nach Informationen der Corriere della Sera liegt die potenzielle Ablösesumme bei rund 13 Millionen Euro. Transfer-Insider Gianluca di Marzio ergänzt, dass die Kaufoption zur verpflichtenden Klausel wird, wenn Zaragoza eine festgelegte Anzahl an Einsätzen absolviert und sich die AS Rom für die Champions League qualifiziert. Aktuell stehen die Römer auf Rang vier der Serie A und haben gute Chancen, einen Platz in der Königsklasse zu sichern.
Für Celta Vigo, wo Zaragoza seit dem vergangenen Sommer auf Leihbasis spielte, bedeutet der Wechsel einen vorzeitigen Abschied. Laut übereinstimmenden Medienberichten erhält der spanische Klub eine Entschädigungszahlung, deren Höhe bislang nicht öffentlich bekannt ist. In La Liga kam der 24-Jährige in dieser Saison auf 26 Einsätze und war an sechs Treffern direkt beteiligt.
Keine Perspektive mehr an der Säbener Straße

Dass der FC Bayern bereit ist, Zaragoza erneut abzugeben, überrascht kaum noch. Der Offensivspieler war vor zwei Jahren für rund 17 Millionen Euro nach München gewechselt, konnte sich jedoch nie beim deutschen Rekordmeister durchsetzen. Bereits nach einem halben Jahr folgte die erste Leihe zurück nach Spanien – ein deutliches Signal, dass die sportliche Perspektive in München begrenzt war.
Trotz eines Vertrags bis 2029 spielte Zaragoza in den Planungen der Bayern keine Rolle mehr. Mit dem Schritt nach Italien könnte der Spanier nun bei einem europäischen Topklub einen Neustart wagen und sich dauerhaft auf höchstem Niveau etablieren. Für die Münchner wiederum ist der Deal eine Möglichkeit, einen Transfer aus der Vergangenheit zumindest teilweise wirtschaftlich aufzufangen.
Auch wenn der Wechsel formal zunächst als Leihe deklariert ist, deutet vieles darauf hin, dass es sich um eine Abschiedslösung handelt. Die Kaufoption – beziehungsweise mögliche Kaufpflicht – zeigt, dass beide Klubs von einer langfristigen Perspektive in Rom ausgehen. Für den FC Bayern ist es ein weiteres Beispiel dafür, wie konsequent man den Kader bereinigt und klare Entscheidungen trifft.
Sollten die vereinbarten Bedingungen erfüllt werden, wäre Zaragozas Zeit beim deutschen Rekordmeister endgültig beendet. Ein Transfer, der leise über die Bühne geht – aber sinnbildlich für eine Personalie steht, die in München nie wirklich zueinandergefunden hat.
