„Bin entsetzt!“: Hoeneß spricht Klartext zu Upamecano

Tim Schoster

Seit Wochen zieht sich die Zukunftsfrage um Dayot Upamecano beim FC Bayern. Nun hat sich Uli Hoeneß deutlich zu Wort gemeldet. Die Aussagen des Ehrenpräsidenten richten sich dabei vor allem gegen das Umfeld des Innenverteidigers.

Der Vertrag von Dayot Upamecano beim FC Bayern läuft im Sommer 2026 aus, eine Verlängerung ist weiterhin offen. Nach dem 2:2 der Münchner in Hamburg äußerte Hoeneß klar, dass er auf einen Verbleib des französischen Nationalspielers hofft. Gegenüber dem kicker sagte der Ehrenpräsident: „Ich würde mich wahnsinnig freuen, wenn Dayot Upamecano sich für einen Verbleib beim FC Bayern entscheiden würde.“

Gleichzeitig machte Hoeneß deutlich, warum sich die Gespräche aus seiner Sicht so schwierig gestalten. Er verwies darauf, dass sich Upamecano und seine Familie in München sehr wohlfühlen, sah die Verantwortung für den stockenden Prozess jedoch nicht beim Spieler selbst. „Ich weiß, dass er und seine Familie sich in München sehr wohlfühlen. Ich fürchte jedoch, dass seine Berater alles tun werden, um ihn aus München wegzulotsen“, erklärte Hoeneß. Demnach sei der Innenverteidiger bei den Gesprächen nicht persönlich eingebunden. Die Verhandlungen übernehmen komplett seine Berater.

Hoeneß verärgert über das Vorgehen der Berater

Uli Hoeneß
Foto: IMAGO

Besonders das Verhalten der Berater stößt beim Ehrenpräsidenten auf massives Unverständnis. Der FC Bayern hat sich in den Verhandlungen wirtschaftlich bewegt und der Spielerseite Zugeständnisse gemacht. Dennoch sieht Hoeneß keine Annäherung. „Über dieses Verhalten bin ich entsetzt“, stellte er unmissverständlich klar.

Auch die sportliche Führung des Rekordmeisters drängt inzwischen auf Klarheit. Sportvorstand Max Eberl machte nach dem Spiel in Hamburg deutlich, dass die Situation nicht endlos offen bleiben könne. „Wie die Kommunikation bei uns intern tatsächlich läuft, das bleibt bei uns. Aber es ist auch klar: Irgendwann muss jetzt eine Entscheidung her“, sagte Eberl.

Ähnlich äußerte sich zuvor bereits Sportdirektor Christoph Freund. „Dass es eine Entscheidung in naher Zukunft geben wird, das wird so sein. Aber ich werde nicht über irgendwelche Deadlines jetzt sprechen“, erklärte Freund. Unabhängig davon bereitet sich der Klub intern auf unterschiedliche Entwicklungen vor.

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