„Bayern wollen Bayern-Bonus!“: DFL-Ticker sorgt für Wirbel

Tim Schoster

Der FC Bayern musste sich beim Hamburger SV mit einem 2:2 begnügen und haderte nach dem Abpfiff mit mehreren Entscheidungen des Schiedsrichters. Im Zentrum der Kritik stand vor allem der frühe Elfmeter für die Gastgeber. Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Partie später durch eine Formulierung im offiziellen Liveticker der DFL.

Bereits die Entscheidung zum 1:0 für den HSV sorgte aus Münchner Sicht für großen Ärger. Der Strafstoß prägte die Wahrnehmung der Schiedsrichterleistung über weite Strecken der Partie und blieb auch nach dem Abpfiff das dominierende Thema bei Spielern und Verantwortlichen des Rekordmeisters. Hinzu kamen weitere Situationen im Spielverlauf, die für Unmut sorgten.

In der Nachspielzeit rückten dann noch einmal mehrere Szenen in den Fokus. Unter anderem überprüfte der VAR eine mögliche Handspiel-Situation im HSV-Strafraum. HSV-Verteidiger Elfadli warf sich dabei in einen Bayern-Abschluss, der aus kurzer Distanz auf ihn zuflog. Der Ball traf ihn nach Ansicht der Unparteiischen jedoch im Bereich der Brust und nicht regelwidrig am Arm.

Zu genau dieser Szene erschien im offiziellen DFL-Ticker die Formulierung: „Die Bayern wollen Bayern Bonus!“. Ergänzend wurde erklärt, dass kein strafbares Handspiel vorgelegen habe und es deshalb keinen Elfmeter gebe. Die Entscheidung selbst galt regeltechnisch als korrekt.

DFL ändert Tickermeldung nachträglich

Die Wortwahl im Ticker verbreitete sich dennoch schnell in den sozialen Medien und sorgte dort für Aufsehen. Wenig später änderte die DFL den Eintrag beziehungsweise entfernte die entsprechende Formulierung. Der Hinweis auf den „Bayern-Bonus“ verschwand, übrig blieb eine sachliche Beschreibung der Szene. Eine offizielle Stellungnahme zu der Anpassung gab es zunächst nicht.

Unabhängig davon richtete sich der Ärger der Bayern nicht auf diese eine Situation allein. Vielmehr stand die gesamte Spielleitung von Harm Osmers in der Kritik, angefangen beim Elfmeter für den HSV bis hin zu mehreren Entscheidungen in der Schlussphase.

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