Erfolg für Bayern: Handgeld für Upamecano kleiner als gedacht

Sebastian Mittag

Nach dem monatelangen Vertragspoker um Dayot Upamecano werden nun weitere Details zur Einigung bekannt – und die fallen aus Sicht des FC Bayern positiv aus. Während das neue Gehalt des Innenverteidigers auf dem erwarteten Niveau bleibt, mussten die Berater des Franzosen beim Thema Handgeld spürbare Abstriche hinnehmen.

Nach Informationen der Münchner tz wird das neue Jahresgehalt von Upamecano wie erwartet bei geschätzten 20 Millionen Euro brutto liegen. In einem zentralen Punkt konnten sich die Bayern laut dem Bericht jedoch durchsetzen. Die Spielerseite hatte ursprünglich auf eine einmalige Zahlung in Höhe von 20 Millionen Euro gedrängt. Diese Forderung ließ sich nicht durchsetzen. Stattdessen einigte man sich auf ein Handgeld von etwas mehr als 16 Millionen Euro.

Besonders wichtig für die Münchner: Die Summe wird nicht auf einen Schlag fällig, sondern über die Laufzeit des neuen Vertrags verteilt und in mehreren Raten ausgezahlt. Genau dieses Modell hatte der FC Bayern von Beginn an bevorzugt, um finanzielle Risiken zu minimieren – insbesondere mit Blick auf mögliche spätere Transferszenarien.

Damit bestätigt sich rückblickend, dass die harte Linie der Bayern-Verantwortlichen Wirkung gezeigt hat. In den vergangenen Wochen galt das Handgeld als größter Knackpunkt in den Verhandlungen. Zeitweise drohte der Deal sogar zu scheitern, nachdem Fristen verstrichen waren und die Fronten als verhärtet galten.

FC Bayern sendet Signal der Stärke

Es kam erst zu einer Wende, als der Druck auf die Spielerseite spürbar erhöht wurde und Upamecano schließlich selbst aktiv wurde. Der Innenverteidiger übernahm Verantwortung und gab dem Klub persönlich seine Zusage. In der Folge wurden die letzten offenen Punkte geklärt – darunter auch das heikle Thema der Signing Fee.

Dayot Upamecano
Foto: IMAGO

Für den FC Bayern ist das Ergebnis ein klarer Erfolg. Der Klub bindet seinen sportlich enorm wichtigen Abwehrspieler langfristig bis 2030, ohne in den finanziellen Details vollständig nachgeben zu müssen. Dass das geforderte Handgeld spürbar reduziert und zudem gestreckt werden konnte, stärkt die eigene Verhandlungsposition und sorgt für zusätzliche Planungssicherheit.

Nach außen bleibt die Verlängerung ein starkes Signal: Trotz monatelanger Hängepartie, öffentlicher Kritik und interner Machtspiele haben die Bayern am Ende zentrale Punkte zu ihren Gunsten geregelt. Die offizielle Verkündung der Vertragsverlängerung wird zeitnah erwartet.

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