Scouting-Wahnsinn um Karl: Europas Topklubs jagen Bayern-Juwel

Vjekoslav Keskic

Beim FC Bayern wächst derzeit ein Spieler heran, der weit über die Klubgrenzen hinaus für Aufsehen sorgt. Lennart Karl gilt als größtes Talent aus dem Bayern-Campus seit Jahren – und ist längst ins Visier der europäischen Elite geraten. Der Hype um den 17-Jährigen hat eine neue Dimension erreicht.

Was intern beim deutschen Rekordmeister schon länger als Gewissheit gilt, wird international zunehmend bestätigt: Lennart Karl ist kein gewöhnliches Talent. Seine Auftritte in der Bundesliga und vor allem in der Champions League werden mittlerweile von Scoutingabteilungen nahezu aller europäischen Topklubs detailliert ausgewertet. Wie das Portal fussballdaten.de berichtet, hat sich mittlerweile ein regelrechter „Scouting-Wahnsinn“ um den offensiven Mittelfeldspieler entwickelt.

Europas Elite schaut genau hin

Real Madrid, Manchester City, Arsenal und Chelsea sollen zuletzt hochrangige Vertreter in die Allianz Arena entsandt haben, um Karl aus nächster Nähe zu beobachten. Besonders die Königlichen gelten laut internationalen Berichten als persönlicher Traumklub des Youngsters. Dennoch ist das Interesse breit gestreut – Karl steht sinnbildlich für eine neue Generation von Unterschiedsspielern, die schon in jungen Jahren auf höchstem Niveau liefern.

Lennart Karl
Foto: IMAGO

Sportlich hat sich der 17-Jährige seinen Status selbst erarbeitet. In dieser Saison schrieb Karl Geschichte, als er mit 17 Jahren und 242 Tagen zum jüngsten Torschützen des FC Bayern in der Champions League wurde. Entscheidend ist dabei weniger das Alter als vielmehr die Selbstverständlichkeit, mit der er in großen Spielen Verantwortung übernimmt. Tore, Assists, spielentscheidende Aktionen – Karl liefert in Momenten, in denen andere Talente noch lernen.

In internen und externen Scouting-Berichten wird Karl als „Spielmacher der nächsten Generation“ beschrieben. Sein tiefer Körperschwerpunkt, seine Wendigkeit und sein explosiver erster Antritt machen ihn extrem schwer zu verteidigen. Immer wieder wird sein Spielstil mit Arjen Robben verglichen, kombiniert mit der Übersicht einer klassischen Zehner-Rolle.

Bayerns klare Strategie mit Karl

Besonders auffällig ist sein linker Fuß. Karl zieht bevorzugt von der rechten Seite nach innen und sucht den Abschluss oder den letzten Pass. Seine Distanzschüsse zählen bereits jetzt zu den präzisesten im Bayern-Kader. Trotz seiner Körpergröße von 1,68 Metern behauptet er sich auch gegen physisch robuste Gegenspieler – ein Aspekt, den Trainer Vincent Kompany zuletzt ausdrücklich hervorhob. Der Belgier sprach von „furchtloser Magie“ und lobte Karls Ballkontrolle auf engstem Raum.

An der Säbener Straße ist man sich der besonderen Situation bewusst. Intern gilt Lennart Karl als „unverkäuflich“. Die Klubführung um Sportvorstand Max Eberl plant, die Zeit nach Thomas Müller maßgeblich um ihn herum aufzubauen. Ein entscheidender Moment steht am 22. Februar 2026 an: An seinem 18. Geburtstag wird Karls Jugendvertrag automatisch in einen Profivertrag umgewandelt, der ihn bis 2029 an den Verein bindet.

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