Said El Mala gilt als eines der spannendsten Offensivtalente der Bundesliga. Auch beim FC Bayern steht der Name des 19-jährigen Kölners auf dem Zettel. Aktuell deutet jedoch vieles darauf hin, dass ein Wechsel nach München – zumindest in diesem Sommer – kein realistisches Szenario ist.
Dass der FC Bayern El Mala schätzt, ist kein Geheimnis. Der deutsche U21-Nationalspieler passt grundsätzlich ins Münchner Beuteschema: jung, technisch stark, flexibel einsetzbar und mit hohem Entwicklungspotenzial. Laut Sport BILD erkundigen sich die Bayern weiterhin regelmäßig nach seiner Situation in Köln. Intern gilt El Mala als spannendes Perspektivprojekt für die Offensive.
Allerdings spielt auch die aktuelle sportliche Rolle des Youngsters eine entscheidende Rolle. Nach starken Auftritten in dieser Saison ist El Mala zuletzt ins zweite Glied gerückt und kam unter Trainer Lukas Kwasniok häufiger nur noch als Joker zum Einsatz. Für einen Klub wie den FC Bayern, der Transfers sehr genau priorisiert, ist das ein entscheidender Faktor.
Köln fordert Summen jenseits des Bayern-Rahmens

Hinzu kommt die finanzielle Dimension. Brighton & Hove Albion soll dem 1. FC Köln zuletzt ein Angebot zwischen 25 und 30 Millionen Euro unterbreitet haben – eine Summe, die der FC noch als zu niedrig bewertet. Nach Informationen der Sport BILD wird Brighton im Sommer einen neuen Anlauf bei El Mala starten und ihre Offerte vermutlich nachbessern, auch weil Coach Fabian Hürzeler auf eine El-Mala-Verpflichtung drängt.
Genau hier liegt das Problem aus Münchner Sicht: Der FC Bayern ist zwar finanziell leistungsfähig, hat sich aber bewusst davon verabschiedet, hohe Millionenbeträge für Spieler zu investieren, die weder unumstrittene Stammkräfte noch unmittelbare Verstärkungen sind. Ein El-Mala-Transfer in dieser Größenordnung würde nicht zur aktuellen Transferstrategie passen – zumal die Bayern in der Offensive bereits stark besetzt sind und andere Baustellen höher priorisieren.
Lockrufe aus der Premier League – Bayern bleibt zurückhaltend
Während England mit deutlich höheren Gehältern lockt, agiert der FC Bayern kalkulierter. In Brighton könnte El Mala laut Bericht ein Grundgehalt von rund drei Millionen Euro jährlich verdienen – fast doppelt so viel wie aktuell in Köln. Auch sportlich sehen die Engländer ihn offenbar sofort als Premier-League-tauglich an.
In München hingegen würde El Mala zunächst klar als Entwicklungs- und Rotationsspieler eingeplant werden. Angesichts der Konkurrenz und der aktuellen Formkurve ist fraglich, ob dieser Schritt für alle Seiten sinnvoll wäre.
Klar ist: Bayern ist interessiert, aber nicht um jeden Preis. Die Münchner werden Said El Mala sicherlich nicht aus den Augen verlieren. Ein konkreter Vorstoß scheint derzeit jedoch äußerst unwahrscheinlich. Zu hoch sind die Ablöseforderungen, zu unsicher die sportliche Ausgangslage, zu klar die interne Marschroute an der Säbener Straße.
