Transfer-Coup für die Offensive? DFB-Star wird beim FC Bayern gehandelt

Vjekoslav Keskic

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge laufen beim FC Bayern die Vorbereitungen auf den kommenden Transfersommer bereits auf Hochtouren. Max Eberl und Christoph Freund sondieren den Markt intensiv, um den Kader gezielt weiterzuentwickeln. In diesem Zusammenhang taucht nun ein altbekannter Name wieder auf: Kai Havertz.

Der deutsche Nationalspieler wird seit Jahren regelmäßig mit einem Wechsel an die Säbener Straße in Verbindung gebracht. Nach Informationen des Portals Fichajes beschäftigt sich der FC Bayern erneut mit dem Offensivakteur des FC Arsenal. Besonders geschätzt werde in München demnach die Vielseitigkeit des 26-Jährigen, der mehrere Rollen im Angriff übernehmen kann und damit taktisch interessant erscheint.

Havertz’ Profil: flexibel, erfahren, international

Kai Havertz
Foto: IMAGO

Kai Havertz kann sowohl als Mittelstürmer agieren als auch eine Position dahinter im offensiven Mittelfeld bekleiden. In München würde er damit theoretisch gleich mehrere Baustellen abdecken. Als Backup für Harry Kane, aber auch als hängende Spitze oder Verbindungsspieler im Zentrum. Gerade diese Flexibilität machte Havertz in der Vergangenheit für viele Topklubs attraktiv.

Sportlich hat sich der frühere Leverkusener zuletzt eindrucksvoll zurückgemeldet. Nach einer langwierigen Knieverletzung, die ihn knapp fünf Monate außer Gefecht setzte, feierte Havertz vor wenigen Tagen sein Comeback für Arsenal. In seinen ersten drei Einsätzen war er direkt an drei Treffern beteiligt und unterstrich damit seinen Stellenwert für die Gunners. Sein Vertrag in London läuft noch bis 2028, der aktuelle Marktwert wird auf rund 55 Millionen Euro geschätzt.

Interessant ist dabei die Einschätzung von Fichajes wonach die Konkurrenzsituation beim Tabellenführer der Premier League mittlerweile so groß sei, dass Arsenal bei einem attraktiven Angebot grundsätzlich gesprächsbereit wäre. Ein Verkauf im Sommer sei demnach kein Tabuthema.

Warum ein Wechsel nach München dennoch kaum Sinn ergibt

Trotz aller sportlichen Qualitäten und der grundsätzlichen Wertschätzung erscheint ein Transfer zum FC Bayern bei genauerer Betrachtung eher unwahrscheinlich. Die Münchner verfolgen in der Offensive klare Prioritäten. Gesucht wird vor allem ein neuer Flügelstürmer für die linke Außenbahn, um dort mehr Tiefe und Durchschlagskraft zu schaffen. Genau dieses Profil bringt Havertz nicht mit.

Auch die Rolle als Kane-Backup dürfte für den DFB-Star wenig reizvoll sein. Havertz befindet sich im besten Fußballalter und wird kaum bereit sein, sich dauerhaft hinter einem gesetzten Weltklasse-Stürmer einzuordnen. Im offensiven Mittelfeld wiederum ist der FC Bayern bereits hervorragend besetzt. Mit Jamal Musiala als Fixpunkt und Supertalent Lennart Karl, das intern als Zukunftsprojekt gilt, besteht dort kein akuter Handlungsbedarf.

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