Der FC Bayern treibt seine Internationalisierung offenbar deutlich weiter voran und plant einen großen Schritt auf den US-Markt.
Nach Informationen der Sport BILD arbeitet der Rekordmeister konkret an der Eröffnung eines eigenen Bayern-Campus in den Vereinigten Staaten.
Einen ersten Vorgeschmack auf die Pläne konnten die Münchner bereits in der Winterpause sammeln. Die zweite Mannschaft des FC Bayern absolvierte ihr Trainingslager im „Chula Vista Elite Athlete Training Center“, rund 25 Kilometer von San Diego entfernt. Ausschlaggebend waren dabei laut dem Bericht nicht nur die hervorragenden sportlichen Bedingungen vor Ort. Auch strukturell nutzten die Verantwortlichen die Reise für intensive Gespräche.
Mit dabei waren demnach unter anderem die Führungskräfte rund um Campus-Chef Jochen Sauer. Vor Ort kam es zu Treffen mit dem Kooperationspartner Los Angeles FC, mit dem der FC Bayern seine Zusammenarbeit weiter vertiefen möchte. Genau hier setzt der überraschende Plan an.
Dem Bericht zufolge will sich der FC Bayern dauerhaft auf der Anlage in San Diego einmieten. Ziel ist es, dort einen eigenen Bayern-Campus aufzubauen. Konkret sollen künftig U15- und U17-Mannschaften im Bayern-Trikot in den USA antreten und trainieren. Damit würde der Klub erstmals eine feste Nachwuchsstruktur außerhalb Europas etablieren.
Bayern will Kooperation mit Los Angeles FC stärken

Der strategische Vorteil liegt auf der Hand. Talente aus den USA könnten deutlich früher an den FC Bayern gebunden werden, ohne gegen internationale Transferregeln zu verstoßen. Hintergrund ist, dass Spieler in diesem Alter bisher nicht nach Deutschland wechseln dürfen. Durch einen eigenen Campus vor Ort würde der Rekordmeister dennoch frühzeitig Zugriff auf den US-Talentmarkt erhalten und die Entwicklung der Spieler eng begleiten.
Gleichzeitig soll das Projekt die Kooperation mit Los Angeles FC weiter stärken. Die Zusammenarbeit mit dem MLS-Klub gilt intern als wichtiger Baustein für die langfristige Präsenz des FC Bayern in Nordamerika – sowohl sportlich als auch wirtschaftlich.
Sollten die Pläne wie angedacht umgesetzt werden, wäre der Bayern-Campus in den USA ein Novum in der Klubgeschichte. Der Rekordmeister würde damit ein klares Signal setzen, den internationalen Nachwuchsmarkt noch stärker zu erschließen und sich frühzeitig Talente für die Zukunft zu sichern.
