Der FC Bayern hat im Rennen um eines der spannendsten Nachwuchstalente Afrikas das Nachsehen. Hamza Abdelkarim ist nicht nach München, sondern zum FC Barcelona gewechselt. Damit verlieren die Bayern ein direktes Transfer-Duell gegen die Katalanen.
Bereits im Mai 2025 war erstmals durchgesickert, dass sich der deutsche Rekordmeister intensiv mit dem damals 17-jährigen Stürmer von Al Ahly beschäftigt. Abdelkarim gilt in Ägypten als Jahrhunderttalent und wird in seiner Heimat bereits als möglicher „neuer Mohamed Salah“ gehandelt. Spätestens nach seinen starken Auftritten bei der U17-Weltmeisterschaft rückte der Angreifer endgültig in den Fokus mehrerer europäischer Topklubs.
Nach Informationen der spanischen AS hatten die Bayern ihr Interesse zuletzt deutlich konkretisiert und sogar ein offizielles Angebot für den Offensivspieler abgegeben. Ziel der Münchner war es demnach, Abdelkarim bereits im Winter unter Vertrag zu nehmen und perspektivisch am Bayern-Campus aufzubauen.
Barcelona sticht den Rekordmeister aus

Der Plan der Bayern ging jedoch nicht auf. Stattdessen sicherte sich der FC Barcelona den Zuschlag. Abdelkarim wechselt zunächst auf Leihbasis bis zum Ende der Saison zu den Katalanen. Dort ist vorgesehen, dass er vorerst für Barça Atlètic, die zweite Mannschaft des Klubs, zum Einsatz kommt und schrittweise an den Profibereich herangeführt wird.
Besonders bitter aus Münchner Sicht: Barcelona soll sich im Zuge des Deals auch eine Kaufoption gesichert haben. Diese liegt laut dem Bericht bei rund fünf Millionen Euro – eine Summe, die im internationalen Vergleich für ein Talent dieses Kalibers als überschaubar gilt.
Für den FC Bayern ist der verpasste Abdelkarim-Transfer zwar ärgerlich, aber kein Grund für Aktionismus. Die Münchner setzen weiterhin stark auf ihre eigene Nachwuchsarbeit und haben mit Spielern wie Lennart Karl bereits ein hochveranlagtes Offensivjuwel in den eigenen Reihen.
Dennoch zeigt der Fall Abdelkarim einmal mehr, wie intensiv der Konkurrenzkampf um die besten Talente weltweit geworden ist – und dass selbst der Rekordmeister nicht jedes Duell für sich entscheiden kann.
